06.01.2017

Die Winterpause nutzen

Die Winterpause nutzen

Das Jahr ist vorüber, die neue Saison steht noch in den Startlöchern – Zeit zum Durchatmen und zur professionellen Vorbereitung der Reiseleitung: Reisen der vergangenen Saison
kritisch hinterfragen, Abläufe optimieren und Wissen aktualisieren.


Um eine routinemäßige, alljährliche und qualitativ hochwertige Vorbereitung zu erreichen, ist die Erstellung einer eigenen Checkliste zu empfehlen. Hierdurch können auch am Ende der Saison ein eigenes zielführendes Feedback erarbeitet und Verbesserungsansätze systematisch dokumentiert und kontrolliert werden. Ziel ist eine stetige und professionelle Verbesserung im eigenen Handeln und den Abläufen, um Qualität zu steigern und Zeiträume für Kundengespräche, Methodik-Didaktik und den Vertrieb zu gewinnen.

Zu Beginn steht der Blick auf die abgelaufene Saison, die nochmals selbstkritisch hinterfragt werden muss. Am besten geschieht dies anhand von Notizen; es empfiehlt sich Positives und Negatives in einem eigenen Reisetagebuch stichwortartig, aber systematisch zu vermerken, um Tops und Flops im Nachgang aufgreifen und damit dauerhaft richtig umgehen zu können:
• Welche Probleme sind (wiederholt) aufgetreten, die durch die Reiseleitung hätte verhindert werden können? Fehlte Know-how/Material/Planung?
• Was waren zu Reiseteam/Reiseleitung die häufigsten Kritikpunkte? (Feedbackbögen der Firma auswerten)
• Mit welchen Kunden-Situationen konnte ich am schlechtesten umgehen?
• Welche Reiseleiter-Tools wirkten besonders positiv auf den Kunden? Kann ich diese auch auf andere Reisen anwenden/integrieren?
• Welche Reiseziele sind gut/sehr gut/weniger gut angekommen? Warum?
• Wurden die Kritikpunkte über die Saison vollständig an die Firmenleitung/Dienstleister herangetragen? (Feedbackbögen)
• Konnten neue Stammkunden gewonnen werden? Ist der Kontakt zu diesen sichergestellt? Sind erneute Reisedaten/-ziele bereits bekannt?
• Sind Reisepässe, Personalausweise, Führerscheine, Visa et cetera noch aktuell?
• Sind alle Fortbildungen für den Führerschein absolviert?
• Sind Impfungen und medizinische Routineuntersuchungen aufgefrischt oder auf dem neuesten Stand?
• Ist meine eigene Reiseapotheke/mein Gepäck vollständig und vorbereitet?
• Sind eigene Terminplanungen auf die Arbeitszeiten abgestimmt?
• Sind Versicherungen noch aktuell/bezahlt?
• Sind Buchungs-, Umsatz- oder Steuervorgänge vorbereitet oder abgeschlossen (Steuererklärung)?
• Sind alle Unterlagen (eigene Visitenkarten, Kontakte zu Dienstleistern) auf dem neuesten Stand? Gibt es neue Kontaktdaten?
• Sind Arbeitsmaterialien, wie Karten-/Bildmaterial, Rechnungsblöcke, Notfallmappe und Anmeldeformulare aufgefüllt?
• Sind Anschauungsmaterialen (etwa Lavagestein des Vesuv) und audiovisuelles Material (landestypische Musik et cetera) noch vorhanden/sinnvoll?
• Sind meine aktuellen Informationen noch up-to-date (Landeskunde)?
• Kann durch die Integration von neuen Büchern, digitalen Medien, Fotos, Anekdoten, Vergleichen und Hinweisen das Reiseerlebnis für den Gast gesteigert werden?
• Müssen neue Reisegebiete/-themen komplett erarbeitet werden? Sind hierzu Recherchen/Einarbeitung/Vorbereitungen erforderlich?

Thema Weiterbildung
Zur Vorbereitung gehört auch die Fortbildung und Aktualisierung des touristischen Wissens. Hierzu bieten sich Verbände wie der RDA und seine Seminare an (Qualifizierte Reiseleitung,
10.–12.02.2017, und Prüfung Reiseleiterzertifikat 13.–14.02.2017; beide in Bremen). Auch organisieren qualitätsbewusste Reiseunternehmen gezielt auf ihre Mitarbeiter zugeschnittene
Seminare, um Praxis und externes Wissen zu verbinden.

Zur Weiterbildung gehört auch, seine eigenen Fähigkeiten im kommunikativen Bereich zu schärfen. Die dauerhafte und vielfältige kommunikative Auseinandersetzung mit Kunden erfordert es, die Rhetorik-Gestik-Mimik ebenso zu schärfen wie Tools zur Konfliktbewältigung. Übungen vor dem Spiegel, Partner-Training mit Kollegen oder die professionelle (Video-)Analyse von eigenen Vorträgen oder Konfliktgesprächen mit einem Coach helfen, Fehler zu erkennen. Auch vorgefertigte Begrüßungs- und Verabschiedungsansprachen schaffen Sicherheit. Weiter bietet es sich auch an, Vertriebsstrategien aufzugreifen und diese durch Fortbildungen oder mit Hilfe entsprechender Fachliteratur in seine Kommunikation zu integrieren.

Vorbereitung bedeutet auch Optimierung der organisatorischen Abläufe mit den Disponenten der Firma: Welche Touren werde ich (wann?) fahren? In welchem Team wird gefahren?
Gibt es Veränderungen im Fuhrpark? In Bordküche und Bus? Gibt es Veränderungen bei der Busübernahme? Bei Startpunkten? Gibt es Veränderungen bei Ansprechpartnern in der
Firma?

Bus-Fahrt

Bus-Fahrt
Das Magazin für die Omnibusbranche

Heft 12/2017 vom
15. Dezember

Ausgabe Online lesen

Blättern Sie im Sonderdruck Premium-Ziele

Blättern Sie online im aktuellen Bus-Fahrt E-Paper

Sie planen einen Gruppenausflug? Dann finden Sie in unseren Themenspecials sicherlich etwas passendes.

bordspielDer Bestseller der Bus-Fahrt: das Unterwegs-Quiz „Bordspiel“. 10 Fragen zu einer Stadt oder Region, kostenlos zum Download. mehr ...

 

Wer darf rein? Wer muss draußen bleiben?

» alle Umweltzonen auf einen Blick

Der beliebte Kursus der Bus-Fahrt für Reiseleiter, Busfahrer, Ausbilder und Chefs, die Reiseleiter und Busfahrer einsetzen und ausbilden. mehr ...

 

Besuchen Sie BUS-Fahrt bei Facebook Besuchen Sie BUS-Fahrt bei Twitter Immer auf dem neusten Stand: mit dem BUS-Fahrt Newsletter

Nach oben

© Bus-Fahrt – Das Portal für die Omnibusbranche 2017