08.03.2017

Zurück zur Natur

Zurück zur Natur

Viele Reisegäste, ob Gartenfreund, Hobby-Vogelkundler oder Park-Liebhaber, zieht es mit Beginn des Frühlings in Gärten, Schlossparks und Kulturlandschaften. Doch auch rund um Natur, Kultur und Geschichte muss die Reiseleitung stets einen offenen Blick für neue Highlights behalten.


Der Themenbereich „Garten und Landschaft“ ist mit vielfältigen Zielen und Erwartungen der Naturfreunde verbunden und stellt ein aktuelles und umfangreiches Reisethema dar. So kann die ganze Reise oder Tagestour unter diesem einen Thema stehen, etwa wenn primär die Tulpen des Keukenhofs, die Eleganz eines barocken Parks oder die neu eröffneten Landesgartenschauen besichtigt werden. Die Einarbeitung in diesen grünen Naturbereich lohnt für den Reiseleiter: Bei nahezu allen Reisen kann entsprechendes Wissen interaktiv in die fahrtbegleitenden Kommentare und Vorträge integriert werden.

Vorgefertigte Wissenskarten und angepasste Vorträge rund ums Thema ermöglichen einen breiten und spannenden Zugang. Dies beginnt bei der historischen Entwicklung der Landwirtschaft, kann über die kulturelle und soziale Bedeutung von Nutz- und Lustgärten und bis zur aktuellen Rekultivierung von einstmals industriellen Stätten reichen. Im jährlichen Ablaufplan steht hierzu eine Vielzahl an spannenden und abwechslungsreichen Highlights auf dem Programm: vom Klassiker der Bundes- und Landesgartenschauen mit wechselnden Destinationen und Themen, über Natur-Locations mit integrierten Kultur-Events bis zu Kräutergärten mit religiöser Vorgeschichte. Auch größere Landschaften, wie das Alte Land oder das obere Mittelrheintal, bieten spannende Inhalte für viele Reisepunkte rund um das grüne Naturspektakel.

Es gilt bereits bei der Vorbereitung Informationen zu nutzen, diese gezielt und detailliert an die Fahrtbegleitenden Kommentare anzupassen: Was sind biologische, pflanzliche und kulturelle Highlights des Zielorts? Gibt es ein Themenmotto? Gibt es Events im Event? Was ist die historische Entwicklung und die Geschichte hinter den reinen Zahlen? Welche Anekdoten und Querverweise gibt es hierzu?     Auch darauf abgestimmte Fragerunden im Bus können hilfreich, lustig und wissensfördernd gestaltet werden. Zu einer modernen Methodik- und Didaktik gehört es, die fünf Sinne ergänzend anzuregen – auch im Bus. Geht dies besser als mit Blumen, Pflanzen, Früchten, Kräutern oder Samen?

Der Klassiker: Buga und Laga
Viele Besucher sind selbst leidenschaftliche Hobby-Gärtner und freuen sich über thematische und aktuelle Informationen zur neuen Natur-Destination sowie Hinweise von Landschaftsgärtnern und -Architekten. Auch das Thema Kulinarik ist ein In-Thema. Wie können Naturprodukte in die heimische Küche des Reisegastes gebracht werden? Was sind traditionelle, vielleicht vergessene Gerichte aus dem traditionellen Gemüse- und Kräutergarten? Was kam bei den berüchtigten barocken Bällen und Diners aus den Gärten und Forsten auf die Tafel?

Bei der Umsetzung können auch der Dialog und Kooperationen mit Blumenshops im Herkunftsgebiet oder den Souvenirshops der Destinationen vor Ort helfen. Ergänzend hierzu sollte die Reiseleitung sich über mögliche Einkaufsmöglichkeiten vorab informieren und hierfür genügend Zeit einplanen. Beliebte Souvenirs können etwa Pflanzen und Literatur für zu Hause sein. Bei längeren Reisen müssen „blumige“ Souvenirs gut gelagert werden.

Ein Beispiel für interaktive Anteile bieten die im Jahres-Rhythmus wechselnden und über die Landesgrenzen beliebten  Landes- und Bundesgartenschauen. Sichere Organisation heißt bei großen Destinationen auch, den Gästen vor Beginn des eigenständigen Entdeckens einen klaren Überblick über das Gelände zu geben. Auch wenn nicht alle Ziele über ein botanisches Labyrinth verfügen, können die zum Teil sehr weitläufigen Park- und Gartenanlagen mit unterschiedlichen Ein- und Ausgängen die Orientierung erschweren. Daher gilt es, klar definierte Treffpunkte und Uhrzeiten zu vereinbaren, um die weitere Reise samt Planung nicht unnötig zu verzögern.  Tipp für den Reisealltag: Beim Wiedereinstieg können rutschfeste Matten und Fußabtreter für Kunden und Bus-Team gleichermaßen sinnvoll sein.

Bus-Fahrt

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Das Magazin für die Omnibusbranche

Heft 12/2017 vom
15. Dezember

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