20.04.2017

Richard-Eberhardt über Terror und Fernbusboom

Richard-Eberhardt über Terror und Fernbusboom

Auf der RDA-Jahreshauptversammlung 2017 am 19. April in Friedrichshafen – einen Tag vor Start der Group Travel Expo – äußerte sich RDA-Präsident Richard Eberhardt über die Lage der Bustouristik. Diese profitiere zum einen vom stetigen Fernbusboom, der den Bus für viele Kundengruppen richtig attraktiv gemacht habe.

„Immer mehr Menschen nutzen diese Gelegenheiten, um sich zuverlässige Mobilität zu attraktiven Preisen zu verschaffen. Geschäftsreisende entdecken diese Beförderungsart und wurden durch die Streiks im letzten Jahr mitunter förmlich in die Fernbusse getrieben. Das Streckennetz wird immer dichter und verschafft so vielen, vielen Menschen die Gelegenheit, leichter zu ihren Zielen zu kommen“, erklärt Eberhardt.  

Der RDA-Präsident sieht jedoch gleichzeitig ein gewisses Risiko im Monopol eines Quasi-Alleinanbieters. Marktaustritte bekannter Namen seien schon bitter. Die Historie zeige, dass Wettbewerb noch immer der beste Motor für Entwicklung war und ist. „Man darf gespannt bleiben, wie sich die Qualität im Verhältnis zur Quantität der angebotenen Leistungen im Fernbussektor entwickeln wird und wohin vor allem das atemberaubende Expansionstempo führen wird“, so Eberhardt.

Einen fatalen Einfluss auf die Geschäfte in der Bus- und Gruppentouristik sieht Eberhardt im Terrorismus. „Nicht nur wegen des Anschlags auf den Bus des Dortmunder BVB vor wenigen Tagen können auch wir nicht länger die Augen davor verschließen, dass das Thema Terror bei uns angekommen ist. Die Anschläge von Stockholm, St.Petersburg, London und Berlin reihen sich ein in den Versuch, unser Leben radikal zu verändern. Doch darüber hinaus haben sie auch fatalen Einfluss auf unsere Geschäfte. Einbußen bei Gäste- und Umsatzzahlen belegen das. Offensichtlich müssen wir uns auf neue Situationen einstellen“, merkt Eberhardt besorgt an und ergänzt: „Ich halte es für zwingend geboten, dass wir uns wesentlich intensiver mit Präventionsfragen und Handlungsszenarien beschäftigen. Für den Fall aller Fälle, heißt es vorbereitet zu sein.“

Eine weitere große, aktuelle Herausforderung seien die zunehmenden Restriktionen, die auch den Reisebus betreffen. Einfahrtsverboten zunächst für bestimmte Motorentypen folge jetzt beginnend aus einzelnen politischen Gruppierungen der Ruf nach Verbannung von Diesel-Motoren. Das werde dem Städtetourismus spürbaren Schaden zufügen. Der Bus, als das bislang nachweislich ökologischste aller Verkehrsmittel, gerate plötzlich ins Hintertreffen im Vergleich zum wesentlich höher belasteten Individualverkehr.

„Es wird eine unserer wichtigsten Verbandsaufgaben bleiben, dagegen entschieden und konsequent vorzugehen. Dazu zählt auch, dass es keine Maut für den Bus auf deutschen Autobahnen geben darf. Wir haben auch im ablaufenden Berichtszeitraum entsprechende Aktivitäten entfaltet und werden die aktuellen Entwicklungen zu diesem Thema sehr aufmerksam verfolgen“, betont Richard Eberhardt.


Die komplette Rede von Richard Eberhardt gibt es hier.

Bus-Fahrt

Bus-Fahrt
Das Magazin für die Omnibusbranche

Heft 08/2017 vom
15. August

Ausgabe Online lesen

Blättern Sie im Sonderdruck Premium-Ziele

Blättern Sie online im aktuellen Bus-Fahrt E-Paper

Sie planen einen Gruppenausflug? Dann finden Sie in unseren Themenspecials sicherlich etwas passendes.

bordspielDer Bestseller der Bus-Fahrt: das Unterwegs-Quiz „Bordspiel“. 10 Fragen zu einer Stadt oder Region, kostenlos zum Download. mehr ...

 

Wer darf rein? Wer muss draußen bleiben?

» alle Umweltzonen auf einen Blick

Der beliebte Kursus der Bus-Fahrt für Reiseleiter, Busfahrer, Ausbilder und Chefs, die Reiseleiter und Busfahrer einsetzen und ausbilden. mehr ...

 

Besuchen Sie BUS-Fahrt bei Facebook Besuchen Sie BUS-Fahrt bei Twitter Immer auf dem neusten Stand: mit dem BUS-Fahrt Newsletter

Nach oben

© Bus-Fahrt – Das Portal für die Omnibusbranche 2017