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13.05.2022

Im Schmuckmuseum wird „schöngeschrieben“

Foto: Robotlab – Matthias Gommel, Martina Haitz, Jan Zappe/Schmuckmuseum Pforzheim
Foto: Robotlab – Matthias Gommel, Martina Haitz, Jan Zappe/Schmuckmuseum Pforzheim
Foto: Robotlab – Matthias Gommel, Martina Haitz, Jan Zappe/Schmuckmuseum Pforzheim

Denkt man an Sprache und Schrift, denkt man zunächst nicht an Schmuck. Doch vielfältige Zeichensysteme treten im Schmuck kostbar in Erscheinung – so kostbar wie die Botschaft selbst. Dies kann man auch im Schmuckmuseum Pforzheim erleben.

Anlässlich des 500. Todestages Johannes Reuchlins (1455-1522) stehen dort mit „Schöngeschrieben“ alle Ausstellungsräume im Zeichen von Schmuck, Schrift und Sprache.

Im Sonderausstellungsbereich wird Reuchlins Wertschätzung für Sprachen, fremde Kulturen und, damit verbunden, Verständigung und Toleranz beleuchtet. Der juristisch gebildete Diplomat Johannes Reuchlin war mit seiner „brillanten“ Rhetorik ein Meister des Redeschmucks, so dass Schmuck in seinem Leben nicht nur in Gestalt von Gold, Silber und Edelsteinen allgegenwärtig war. Besonders am Herzen lag dem bibliophilen Humanisten die Kunst des Buchschmucks; Reuchlins Wappen, das ihm 1492 in Linz von Kaiser Friedrich III. verliehen wurde und laut Urkunde unter anderem zur Verwendung auf „Siegeln, Ringen und anderen Kleinodien“ bestimmt war, schmückte nicht selten auch die Handschriften und Drucke seiner Werke.
Reuchlins Pionierleistungen als polyglotter Philologe waren an die Vervollkommnung der damals noch jungen Technik des Buchdrucks mit beweglichen Lettern geknüpft, deren Meister bald auch mit fremden Alphabeten experimentierten und Bücher von größter Anmut schufen. Kostbare Autographe und Erstausgaben von Reuchlins Werken aus dem Stadtarchiv Pforzheim und weitere Leihgaben aus Bibliotheken des In- und Auslands beleuchten das Nebeneinander von Handschrift und Druck, das für Reuchlin und die Humanisten seines Umfelds noch selbstverständlich war.

Von schmucken Handschriften und kostbaren Drucken aus dem Umfeld Reuchlins spannt sich der Bogen im Schmuckmuseum Pforzheim zu zeitgenössischer Kalligraphie aus der Sammlung der Akademie der Künste in Berlin und skulpturalen Arbeiten des Künstlerduos Fischerartwork.
Darüber hinaus zieht sich das Thema „Sprache und Schriftzeichen im Schmuck“ wie ein roter Faden durch die Dauerausstellung. Hier werden zu jeder Epoche Preziosen hervorgehoben, die sprachliche Elemente beinhalten. Aus der Sammlung Sibylle und Wolfgang Mayer ist in der Galerie zum Hof nubischer Silberschmuck zu sehen. Er weist eine vielfältige Ornamentik und Symbolik auf.

Weitere Informationen zum Reuchlinjahr unter reuchlinjahr2022.de

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