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14.09.2022

Romantischen Straße: Mittelalter hautnah

Foto: ©Romantische Straße
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Schlösser und Burgen, die das Mittelalter sowohl in Glanz und Gloria als auch in seinen Fehden und Kämpfen auferstehen lassen, gehören zum unverwechselbaren Erscheinungsbild entlang der Romantischen Straße.

Eintauchen in die Geschichte und der Bezug zur Gegenwart gelingt hier eindrucksvoll und erlebnisreich.

Sie ist eines der bedeutendsten Wahrzeichen Würzburgs und durch ihre exponierte Lage schon von weitem sichtbar: die Festung Marienberg. Auf dem seit der Bronzezeit besiedelten Marienberg befand sich bereits im achten Jahrhundert ein Kastell der fränkisch-thüringischen Herzöge mit einer Kirche, die 742 zur ersten Würzburger Bischofskirche ernannt wurde. Ab 1200 entstand eine ungewöhnlich große Burg, die im Spätmittelalter und in der Renaissance nochmals erweitert wurde. Die Marienkirche, deren Ursprünge auf das Jahr 706 nach Christi zurückgehen, der 40 Meter hohe Bergfried und das Brunnenhaus mit der über 100 Meter tiefen Zisterne sind eindrucksvolle Zeugnisse der über 1.000-jährigen Geschichte der Festung Marienberg. Im Zeughaus und im Fürstenbau zeigt heute das „Museum für Franken - Staatliches Museum für Kunst- und Kulturgeschichte in Würzburg“ seine bedeutenden Kunstschätze. Und ein wahres Schmuckstück erstrahlt nach der Generalsanierung seit dem Sommer 2019 wieder in neuem Glanz: die Marienkirche. Der Rundbau der Kirche im inneren Burghof der Festung wurde bereits um das Jahr 1000 errichtet. www.wuerzburg.de

In Röttingen zieht Burg Brattenstein die Besucher in ihren Bann. Erwähnt wurde die Burg erstmals im Jahre 1230, im Besitz der Herren von Hohenlohe war sie bis 1345. Danach gehörte sie dem Hochstift Würzburg und nach der Säkularisation dem Staat Bayern. Heute ist sie Eigentum der Stadt Röttingen. Seit 1984 bilden der Burghof und die Zehntscheune jeden Sommer die malerische Kulisse für das weithin bekannte Freilichttheater. Die Frankenfestspiele Röttingen erfreuen sich großer Beliebtheit. Die Zehntscheune erhielt ihre neue Nutzung als „Haus der Generationen“. www.roettingen.de

Ein weiterer Höhepunkt an der Romantischen Straße ist die Harburg, die über dem gleichnamigen Städtchen thront. Sie wurde ab dem 12. Jahrhundert zum Schutz des alten Handelsweges von Augsburg nach Würzburg erbaut. Die Harburg liegt auf einem steilen Bergsporn über der Wörnitz. Bei der Burg handelt es sich nicht um einen jener Herrensitze, wie sie als Turmburgen damals üblich waren. Das großflächige Burgareal zeigt vielmehr, dass die Befestigung ihrem Typ nach zu einer Gruppe von Herrschaftszentren gehört, die seit dem 9. Jahrhundert im Land östlich des Rheins errichtet wurden. Nach der Beseitigung der Schäden des Dreißigjährigen Krieges folgte im 18. Jahrhundert der weitere Ausbau der Bergfeste zur wohnlichen Schlossanlage. So kamen Amtshaus, Brauhaus, Baumeisterhaus und Roßwette hinzu, die sich sämtlich in der Vorburg befanden. Seit dieser Zeit haben kleinere architektonische Veränderungen dem alten Baubestand des Schlosses nicht mehr viel anhaben können, so dass es sich dem heutigen Besucher in seinem barocken Zustand nahezu unverfälscht darbietet. www.burg-harburg.de

Das Wittelsbacher Schloss in Friedberg geht auf eine hochmittelalterliche Burg zurück, die um 1257 unter Herzog Ludwig II. dem Strengen entstanden ist. Nachdem ein Brand 1541 die Anlage fast vollständig zerstört hatte, wurde das Bauwerk bis 1559 als Jagd- und Lustschloss im Renaissance-Stil wiedererrichtet. Im Jahre 1567 wählte Herzogin Christina von Lothringen das Schloss als Witwensitz, wodurch Friedberg für kurze Zeit zu einem Mittelpunkt des höfischen Lebens in Bayern wurde. Bereits seit 1886 ist das städtische Museum im Schloss beheimatet. Die Stadt Friedberg erwarb die Vierflügelanlage vom Freistaat Bayern und sanierte sie umfassend. Jetzt ist das Wittelsbacher Schloss gesellschaftlicher Mittelpunkt und Kulturzentrum zugleich. www.friedberg.de

Und last but not least thront über Füssen als Wahrzeichen der Stadt das Hohe Schloss, einst der Sommersitz der Fürstbischöfe von Augsburg, Stadtherren für beinahe fünf Jahrhunderte. Ihre zu Beginn des 16. Jahrhunderts vollendete Residenz ist eine der größten und besterhaltenen spätgotischen Burganlagen Schwabens. Es zählt zu den bedeutendsten spätmittelalterlichen Profanbauten Deutschlands. Mächtig thront es über der Altstadt auf dem Schlossberg und bildet zusammen mit dem Kloster Sankt Mang das charakteristische Gesicht Füssens. Das Innere des großen Nordflügels birgt die vornehmsten Räume des Hohen Schlosses. Unter dem Augsburger Bischof Friedrich von Zollern, der auch den Ausbau zum Burgschloss vorantrieb, wurde der Flügel mit Residenzräumen und einem prächtigen Festsaal ausgestattet. Seit 1931 ist hier eine Filialgalerie der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen unterbracht, seit 1982 zusätzlich die Städtische Gemäldegalerie. Beide Galerien bringen den Besuchern die Lebenswelt des Mittelalters und ihre Ideale mit Heiligenlegenden und biblischen Szenen näher und geben Einblicke in das Schaffen romantischer Maler bis hin zur klassischen Moderne. Ein ganzer Raum ist auch den Füssener Altstadtansichten gewidmet. www.fuessen.de

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