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13.04.2021

Humanoider Roboter: fit für den Tourismus?

(v.l.): Oberbürgermeister Melf Grantz, die KI-Expertin Professorin Nadija Petram und Rolf Meyer, Chef der Tourismusgesellschaft Erlebnis Bremerhaven, freuen sich über das Projekt.
(v.l.): Oberbürgermeister Melf Grantz, die KI-Expertin Professorin Nadija Petram und Rolf Meyer, Chef der Tourismusgesellschaft Erlebnis Bremerhaven, freuen sich über das Projekt.
(v.l.): Oberbürgermeister Melf Grantz, die KI-Expertin Professorin Nadija Petram und Rolf Meyer, Chef der Tourismusgesellschaft Erlebnis Bremerhaven, freuen sich über das Projekt.

„Digitalisierung und Künstliche Intelligenz“: Gibt es nicht vielleicht auch Tätigkeiten im Tourismus, die sinnvollerweise an ein anderes Wesen delegiert werden können? Dieser Frage geht die Erlebnis Bremerhaven GmbH (EBG) in einem neuen Projekt nach, bei der der humanoide Roboter „Pepper“ die Hauptrolle spielt.

Er wird in den kommenden Wochen von den beiden Studenten Sahin Gültekin und Yuvakvechheka Som der Hochschule Bremerhaven fit gemacht, um eines Tages in der Tourist-Info Schaufenster Fischereihafen zur Entlastung der Mitarbeitenden auf sich wiederholende Fragen antworten zu können. Dafür kooperiert die EBG mit dem Institute of Artificial Intelligence Methods and Information Mining (AIM) und dem KI-Lab der Hochschule Bremerhaven unter Leitung von Professorin Nadija Petram (Mitte).

„Pepper“ ist rund 1,20 Meter groß, wiegt 28 Kilo – und kann nichts. Momentan jedenfalls, denn Sahin Gültekin und Yuvakvechheka Som sind gerade erst mit der Programmierung gestartet. Der Roboter muss sogar laufen und sprechen lernen. Auch Entscheidungen trifft er nicht, ohne dass ihm vorher erklärt wurde, welche Reaktion bei welcher Frage angebracht ist. Um Pepper dies beizubringen, nutzen die Studierenden ein klassisches Element bei der Programmierung Künstlicher Intelligenz: maschinelles Lernen. Dafür werden Pepper Lerndaten zur Verfügung gestellt, die ihm Beispiele für die gewünschten Reaktionen liefern. Am Ende des Lernprozesses kann der humanoide Roboter daher auch auf Fragen antworten, die nicht wörtlich programmiert wurden. Pepper entscheidet also anhand seiner Erfahrungen selbst, wie er reagiert. Ein Algorithmus sorgt außerdem dafür, dass der Roboter nach seinem Arbeitseinsatz immer weiter lernt und somit immer besser antworten kann. Dabei kommt es nicht nur darauf an, was gefragt wird, sondern auch, wer mit Pepper spricht. Pepper erkennt nicht nur Sprache und Stimmung, sondern weiß auch, ob er von Kindern oder Erwachsene angesprochen wird. Seine Antworten passt er dementsprechend an.

Mit „Pepper“ ergänzt die EBG ihre Bemühungen um eine fortschreitende Digitalisierung des Seestadt-Tourismus. Seit langem können sich Gäste auf den Social-Media-Kanälen der EBG oder auf der Website www.bremerhaven.de/tourismus von den Reise-Angeboten inspirieren lassen und sich darüber informieren, dort auch direkt buchen oder nach der Reise ihre Reflektionen hinterlassen. „Detektiv Trail“, Audioguide oder die „Entdeckertour Fischereihafen“ sind nur drei der digitalen Produkte, die zudem für Bremerhaven im Angebot sind. Damit wird die komplette touristische Customer Journey auch in Bremerhaven digital abgebildet.

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