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12.02.2019

Interview mit Christiane Leonard vom BDO

Interview mit Christiane Leonard vom BDO

„Die Nachfrage ist sehr groß“ – Gemeinsam mit der Messe Berlin bereitet der BDO die zweite Bus2Bus vor, die vom 19. bis 21. März auf dem Gelände am Funkturm stattfinden wird. Dazu sprach Herbert Schadewald mit der BDO-Hauptgeschäftsführerin Christiane Leonard.

In einigen Wochen findet die zweite Bus- 2Bus auf dem Berliner Messegelände statt. Wie ist der aktuelle Stand?
Christiane Leonard: Es sieht sehr gut aus. Wir sind begeistert über den Zuspruch, den wir von den Unternehmern bekommen. Wir hatten ja sehr viele Landesverbandsveranstaltungen, auf denen auch die Messe Berlin präsent war und die Bus2Bus beworben hat. Die Nachfrage ist sehr groß. Die Anmeldungen gehen über das Onlineportal ein, und auch da ist der Andrang bereits spürbar. Der Start vor zwei Jahren war ja schon sehr gut. Wir rechnen jetzt aber trotzdem noch einmal mit einer Steigerung an Fachbesuchern und auch an Kongressteilnehmern.

Was wird gegenüber der Bus2Bus-Premiere 2017 anders sein?
Leonard: Man könnte sagen: Es geht höher, schneller, weiter. Die Ausstellungsfläche wurde vergrößert, die Zahl der Anmeldungen steigt, und die gesamte Veranstaltung wird diesmal über drei Tage gehen. Der Kongress findet an den ersten beiden Tagen statt. Und dann haben die Besucher am dritten Tag, an dem ja auch das Future Forum weiter stattfindet, noch zusätzlich Zeit, sich den Ausstellern zu widmen.

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Diesmal werden es also insgesamt drei Tage sein. Worauf beruht diese Erweiterung?
Leonard: Wir hatten auch schon beim ersten Mal angedacht, auf drei Tage zu gehen. Aber die Vorbereitungszeit für die Premierenveranstaltung der Bus- 2Bus 2017 war zu kurz. Die Kooperation mit der Messe Berlin war für ein Projekt dieser Größe vergleichsweise kurzfristig entstanden. Deshalb haben wir gesagt, wir starten erst einmal mit zwei Tagen, und wenn der Wunsch der Besucher vorhanden ist, dann könnten wir das entsprechend erweitern. Und sowohl die Aussteller als auch die Fachbesucher zeigten Interesse an diesem dritten Tag, um nicht von einem Programmpunkt zum nächsten hetzen müssen.

Wo und wie wird der BDO-Kongress gestaltet?
Leonard: Der Kongress wird auch wieder ganz nah an der Ausstellung sein, aber in einem geschlossenen Raum. Das ist notwendig, um die wichtigen politischen Themen in Ruhe behandeln zu können. Das Ganze findet – wie erwähnt – in einem neuen vergrößerten Umfeld, in der Halle 26, statt. Das freut mich, denn die Diskussionsrunden sind wieder sehr hochkarätig besetzt.

Ist es eine Messe mit Kongress oder ein Kongress mit Ausstellung – wo liegt der Schwerpunkt?
Leonard: Das Schöne und Besondere an der Bus2Bus ist, dass es eben nicht nur einen Schwerpunkt gibt. Diese Veranstaltung besteht aus drei Teilen, zu denen ja auch noch das Future Forum gehört. Das ist der entscheidende Punkt am Konzept. Und alle drei Teile spielen ineinander und gehören auch zusammen. Von der Aufgabenteilung ist es aber so, dass der BDO natürlich den politischen Kongress abhält. Wir überlegen uns die Themen und laden die Referenten ein. Wir haben übrigens auch die Unternehmer befragt, warum sie kommen wollen. Und da zeigte sich wirklich, dass es da keine Prioritäten gibt: politischer Dialog beim Kongress, Austausch über Innovationen im Future Forum und Eindrücke von neuen Produkten sowie Dienstleistungen in der Ausstellung. Es ist wirklich ein harmonischer Dreiklang. Dazu gibt es mit der Future Night am Ende des ersten Tages noch ein attraktives Abendevent zum Netzwerken und Feiern.

Schauen wir zunächst mal auf die Messe. Was wird da im Vordergrund stehen?
Leonard: Um die Ausstellung kümmert sich federführend die Messe Berlin und informiert ständig über den Stand. Es lohnt sich immer mal, auf der Webseite der Bus2Bus reinzuschauen. Es werden auf jeden Fall sehr viele Aussteller aus einem breiten Themenspektrum dabei sein – von den bekannten großen Fahrzeugherstellern über innovative App-Anbieter aus der Start-up-Szene. Im Fokus stehen dabei vor allem Ideen, die in die Zukunft weisen.

Auf welche Aspekte wird sich der BDOKongress konzentrieren?
Leonard: Wir diskutieren im Kongress unsere zentralen Themen, damit die Besucher die Stimmen aus der Politik dazu zu hören bekommen. Wir haben dazu Vertreter aus dem Bundestag und den Ministerien vor Ort, sodass man einen direkten Austausch zu allen Fragen hat. Das sind die touristischen Themen, die Mautvorschläge auf europäischer Ebene, der Blick auf den ÖPNV mit der bevorstehenden Öffnung des Personenbeförderungsgesetzes und auch das Thema Fernverkehr. Dann geht es natürlich auch um Technik und Antriebsarten. Worauf müssen sich die Unternehmen einstellen, worin müssen sie investieren? Wie werden Elektrobusse gefördert, oder lohnt es sich gar nicht, solche zu erwerben, weil die Politik schon wieder neue Ideen hat – Stichpunkt Wasserstoff oder andere Antriebsarten? Das sind alles Themen, die wir auf vier Panels runtergebrochen haben, um sie mit den Vertretern aus Politik und Wirtschaft zu beraten. Dazu haben wir beispielsweise den Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer eingeladen. Es gibt noch keine Zusage, aber wir gehen davon aus, dass er kommen wird. Außerdem sind die zuständigen Staatssekretäre sowie Vertreter aus dem Verkehrs- und Tourismusausschuss eingeladen worden. Es ist jedenfalls aus jedem Bereich ein kompetenter Vertreter dabei, sodass wir damit sehr gut aufgestellt sind.

Mit wie vielen Teilnehmern rechnen Sie beim BDO-Kongress?
Leonard: Wir hatten vor zwei Jahren 500 Kongressteilnehmer, und wir werden vermutlich diesmal etwas darüber liegen.

Ist der BDO-Kongress während der Bus- 2Bus anders, als die früheren Veranstaltungen dieser Art?
Leonard: Natürlich haben wir die Kongresse auch früher schon mit unseren Themen versehen. Denn die Unternehmen wollen einfach wissen, wie es mit den Rahmenbedingungen weitergeht und worauf sie sich einstellen müssen. Dazu hatten wir auch immer hochkarätige Vertreter aus der Politik da. Aber durch den Dreiklang auf der Bus2Bus mit der Ausstellung und dem Future Forum ist alles mit noch mehr Leben gefüllt. Durch diesen Dreiklang der Bus2Bus können die Kongressteilnehmer unmittelbar in eine weitere Zukunft schauen und erfahren, was in zehn, 20 Jahren Realität sein wird. Und gleichzeitig kann man sich darüber mit den Menschen austauschen, die das schon machen und anbieten. Auch das autonome Fahren lässt sich unmittelbar erleben. Dadurch wird das Ganze viel intensiver, direkt erlebbarer und konkreter.

Sie machen mit dem Kongress Politik. Was macht das Future Forum?
Leonard: Da geht es vor allem darum: Wie wird der Verkehr der Zukunft aussehen, wie werden sich ÖPNV und Fernverkehr entwickeln? Und da gibt es auch sehr interessante Themen, die über den Tellerrand blicken. Dort können sich auch die Hersteller noch einmal in einem anderen Format präsentieren und darüber informieren, welche Schwerpunkte sie bei der künftigen Entwicklung setzen. Da können sich die Unternehmen noch einmal konkret informieren. Es wird um ganz anschauliche, aber auf die Zukunft gerichtete Fragen außerhalb der politischen Sphäre gehen.

Gibt es terminliche Überschneidungen zwischen Kongress und Future Forum?
Leonard: Also das ist ein Spagat, den wir gehen müssen. Das ist auch mit ein Grund, warum wir die Bus2Bus auf drei Tage erweitert haben. Das Future Forum wird an allen drei Tagen stattfinden. Es wird den einen oder anderen geben, der sich entscheiden muss. Aber viele werden auch zu zweit oder zu dritt kommen, um sich dann aufzuteilen. Wir versuchen aber schon, dass das nicht alles parallel stattfindet, sondern die Pausen entsprechend zu gestalten. Auf jeden Fall probieren wir das zeitlich so zu verschieben, dass die Möglichkeit besteht, viel mitzubekommen. Wir haben auch eine App vorbereitet, die rechtzeitig vor der Eröffnung der Bus2Bus freigeschaltet wird, über die sich jeder aktuell informieren kann, wo was wann stattfindet. Damit sind die Besucher und Kongressteilnehmer stets auf dem neusten Stand.

Die Bus2Bus wird ja auch von ausländischen Herstellern zur Präsentation ihrer Produkte genutzt. Wie ist überhaupt das ausländische Interesse an dieser doch recht speziellen Veranstaltung?
Leonard: Wir bekommen sehr viele Anfragen aus dem Ausland, auch zum Kongressteil. Ich habe die Kollegen aus den Mitgliedsverbänden der weltweiten Dachorganisation International Road Transport Union (IRU) eingeladen. Und wir sehen schon großes Interesse bei den Kollegen im Ausland, sich das Ganze anzusehen. Damit wird das im März noch ein Stück internationaler werden als 2017. Das geht aus den Rückmeldungen hervor, die bereits aus vielen europäischen Ländern vorliegen – ob Schweden, Österreich, Schweiz, Dänemark, Luxemburg und und und. Die IRU wird auch auf der Messe einen Stand haben, und am Rande der Bus2Bus gibt es eine interne IRU-Veranstaltung.

Sie haben bereits viele interessante Aspekte genannt. Aber warum sollte ich den Bus2Bus-Termin im März wahrnehmen?
Leonard: Wenn es eine Veranstaltung gibt, die konkret auf die Bedürfnisse der Busunternehmerin und des Busunternehmers abgestellt ist, dann ist es diese Bus- 2Bus. Das war für uns der Grund, warum wir das gemeinsam mit der Messe Berlin machen. Es ist die einzige Veranstaltung in Deutschland, in der das gebündelte Fachwissen zu politischen Themen, aber auch zur Technik, die damit zusammenhängt, an drei Tagen zusammenhängend und intensiv behandelt wird. Wenn man das alle zwei Jahre macht, dann ist man immer auf dem neuesten Stand der Technik, aber auch in Hinblick auf die politischen Geschehnisse. Allein das sind schon gute und wichtige Gründe, um nach Berlin zu kommen.

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