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26.01.2021

Reiseprognose für 2021 verhalten optimistisch

Reiseprognose für 2021 verhalten optimistisch

Die Reiseanalyse der Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen (FUR) ist da: Martin Lohmann, wissenschaftlicher Berater der FUR, hat für die CMT eine erste vorläufige Bilanz des Tourismus im Jahr 2020 erstellt und stellt die touristischen Trends des neuen Jahres vor.

„Der Einbruch im weltweiten Tourismus war dramatisch“, verdeutlicht Lohmann gleich die Lage im vergangenen Jahr. Der internationale Tourismus sei 2020 im Verhältnis zu 2019 um rund 72 Prozent zurückgegangen. Weltweit werde die Zahl der Ankünfte von internationalen Gästen voraussichtlich bei circa 400 Millionen liegen, nach 1,46 Milliarden im Jahr 2019. Damit liegt der internationale Tourismus etwa auf dem Niveau von 1989. Für 2020 könne man mit circa 299 Millionen Übernachtungen in Deutschland rechnen, 2019 waren es noch 496 Millionen. 

Die Indikatoren für die touristische Nachfrage im Jahr 2021 zeigen Lohmann zufolge allerdings eine positive Ausgangslage. Bei der allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung erwarteten viele Deutsche zwar eine Verschlechterung, im Hinblick auf die eigene persönliche wirtschaftliche Situation sieht der größte Teil aber stabile Verhältnisse: 17 Prozent (Vorjahr 22 Prozent) erwarten, dass sich ihre persönliche wirtschaftliche Situation in einem Jahr verbessert haben wird. 

Mit Urlaubsreisen 2021 hätten sich bereits vier von fünf Deutschen (80 Prozent) gedanklich beschäftigt. Ob jemand tatsächlich eine Reise antrete, sei dann eine Frage des Könnens (Zeit und Geld?) und des Wollens (Urlaubslust?). Die Urlaubslust sei mit 51 Prozent leicht gesunken (Vorjahr 57 Prozent), die Faktoren Zeit (66 Prozent) und Geld (62 Prozent) zum Reisen würden so günstig wie im Vorjahr eingeschätzt. Die grundsätzlichen Präferenzen der Urlaubsreisenden, also etwa die Vorliebe für Destinationstypen wie Strand- oder Bergziele oder für Reisearten, hätten sich nicht geändert.

Die erwarteten Einschränkungen zeigten sich in den geäußerten Plänen der Befragten. So würden etwa Flug- und Fernreisen für 2021 seltener ins Auge gefasst als vor der Pandemie. Stattdessen seien auch dieses Jahr (wieder) eher Ziele in der Nähe beliebt, die bevorzugt mit dem Auto und möglichst individuell, ohne große Nähe zu anderen Menschen, erreichbar seien. Campingurlaub fände unter diesen Bedingungen neue Freunde. Für die multi-optionalen Urlauber sei diese Sondersituation kein Problem, sie werden mit den zur Verfügung stehenden Angeboten glücklich.

Unklarheiten, Unsicherheiten und Bedenken führten in der aktuellen Situation zum Abwarten bei der konkreten Reiseplanung und -buchung. Der Informationsbedarf sei hoch, von den Anbietern erwarteten die Kunden Flexibilität und Kulanz. Hoch seien auch die Anforderungen an die Sicherheit auf der Reise: zum Beispiel wenig Kontakte, Corona-spezifische Hygienemaßnahmen. „Gleichzeitig darf der Urlaubsspaß unter diesen Bedingungen aber nicht leiden, ein Balanceakt für manchen Anbieter,“ konstatiert Lohmann.

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