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09.09.2020

Sorge um kleine Reiseunternehmen

Sorge um kleine Reiseunternehmen
Foto: bluedesign/adobe.stock.com
Sorge um kleine Reiseunternehmen

Die Ergebnisse des RDA-Branchenbarometers der Reisebusbranche für August 2020 geben Anlass zu allergrößter Sorge. Ein überragender Teil der 728 befragten Unternehmen beurteilt die aktuelle Geschäftslage als sehr schlecht (63 Prozent).

„Eher schlecht“ beurteilen 31 Prozent der Befragten die Lage. Hinsichtlich der Absagen von Weihnachtsmärkten und Veranstaltungen, ausbleibender Ski-Freizeiten von Schulen und Universitäten sowie des insgesamt zurückhaltenden Buchungsverhaltens der Verbraucher ist kaum Besserung in Sicht. Fast alle befragten Unternehmen erwarten einen sehr ungünstigen Geschäftsverlauf (54 Prozent) beziehungsweise eher ungünstigen Geschäftsverlauf (38 Prozent) in den nächsten sechs Monaten.

90 Prozent der Unternehmen planen deshalb die Verkleinerung der Betriebskapazitäten bis hin zur vollständigen Betriebsschließung, wenn zusätzliche Hilfsmaßnahmen oder Modifizierungen bestehender Hilfsprogramme im nächsten halben Jahr ausbleiben sollten. Ein Drittel der kleinen Reisebusunternehmen bis zehn Mitarbeiter befürchten bis März das Aus.

Über 40 Prozent aller befragten Unternehmen sieht in der Erstattung von Vorhaltekosten eigenfinanzierter Reisebusse die notwendigste Modifikation zum Strukturerhalt. Ein Viertel der Unternehmen/ein Drittel der Paketreiseveranstalter fordern die Anpassung des Konsolidierungsgebots, um Überbrückungshilfen an alle Betriebsstätten eines Unternehmensverbunds bis zur monatlichen Höchstgrenze ausreichen zu können. 15 Prozent aller Befragten fordern die ersatzlose Streichung von Höchstgrenzen der Überbrückungshilfen für kleine Unternehmen bis zehn Mitarbeitern. Jeder vierte Paketreiseveranstalter fordert zudem die Zugänglichkeit von KfW-Schnellkrediten auch für kleine Unternehmen.

„Mit Blick auf einen langen Winter ist die Geschwindigkeit des Mittelabflusses aus dem Überbrückungshilfeprogramm erschreckend niedrig. Die Bundesregierung muss nachbessern und die Beschränkungen für Betriebsstätten eines Unternehmensverbundes sowie die Höchstgrenzen für kleine Unternehmen ersatzlos streichen, so dass die Mittel wie geplant abfließen können, um die Strukturen der traditionellen Familienbetriebe, insbesondere im ländlichen Raum, erhalten zu können“ kommentiert RDA-Präsident Benedikt Esser.

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