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18.01.2022

Windräder: Schaden für Tourismusstandort?

Foto: Tourismus Oberbayern München (TOM) e.V.
Foto: Tourismus Oberbayern München (TOM) e.V.
Foto: Tourismus Oberbayern München (TOM) e.V.

Aktuell wird die Abschaffung der 10H-Regelung bei Windrädern diskutiert – dies findet nicht überall Anklang. Nachhaltige Energiegewinnung hat für den Tourismus in Oberbayern eine zentrale Bedeutung, sie dürfe aber die Landschaftsästhetik in Natur- und Tourismusräumen nicht gefährden, so Klaus Stöttner, MdL und Präsident des Tourismus Oberbayern München (TOM).

Gerade im Tourismusland Bayern müsse abgewogen werden, welche Energieform wo geeignet ist.

Die 10H-Regel, nach der der Abstand eines Windrades in der Regel mindestens das Zehnfache der Bauhöhe betragen muss, habe eine Schutzfunktion. Wenn diese Vorgabe wegfällt, brauche es eine andere Regelung für besonders sensible und wertvolle Natur- und Tourismusräume in Oberbayern, so Stöttner weiter. Es sei sehr wichtig, besonders sorgfältig und behutsam bei der Auswahl von Windkraftstandorten vorzugehen. In vielen Regionen sei die Wertschöpfung aus dem naturnahen Tourismus das zentrale wirtschaftliche Standbein, das Landschaftsbild besonders kleinteilig und wertvoll.

„Der Tourismusverband Oberbayern und München hat große Sorgen, wenn der Tourismusstandort Bayern durch den unbedachten Ausbau der Windkraftanlagen Schaden nimmt“, so Stöttner weiter. Wichtig sei eine technologieoffene Diskussion bei der Suche nach einem optimalen regionalen Energiemix. Der TOM unterstütze und befürworte eine nachhaltige Energiegewinnung, dabei müsse aber auf die regionalen Gegebenheiten Rücksicht genommen werden. Alles andere würde den Tourismusstandort, den Wirtschafts- und Lebensraum Oberbayern in besonderer Weise belasten und dauerhaft beschädigen.