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09.06.2021

Cleff: Fahrerschutzsysteme aus Wuppertal

Cleff: Fahrerschutzsysteme aus Wuppertal

Das Jahr 2020 brachte für den ÖPNV viele Herausforderungen mit sich. Besonders hinsichtlich der Hygienemaßnahmen wurden neue Standards aufgestellt. C.W. Cleff, ein Hersteller von Fahrzeugfenstern, -türen und Trennwandsystemen für Schienen- und Nutzfahrzeuge aus Wuppertal, machte aus der Not eine Tugend und entwickelte kundenspezifische Fahrerschutzsysteme für Nahverkehrsbusse.

„Wir erkannten schnell, was da im Markt los war – der ÖPNV stand der Krise fast schutzlos gegenüber, die Gesundheit der Fahrer war gefährdet“, so Andreas Klostermeier, Geschäftsführer des Unternehmens Cleff. 
Mitgeschäftsführer Michael Kemper, der „technische Kopf“ des Unternehmens, und sein Konstruktionsteam entwickelten daraufhin erste Fahrerschutzsystem-Prototypen für die gängigen Bustypen des ÖPNV. Lösungen aus Glas waren dabei ihre erste Wahl, nicht zuletzt aufgrund jahrzehntelanger Erfahrung mit diesem Material. Außerdem sind unterschiedliche Qualitäten wie ESG/VSG und Entspiegelungen bei Glas möglich. Ein zusätzliches Plus ist neben der Hygienesicherheit ein erhöhter Überfallschutz am Fahrerarbeitsplatz.

Cleff Juni 2020 162 650

„Glas ist leichter zu reinigen als Acrylglas, außerdem ist es kratzfest und haltbar“, sagt Michael Kemper dazu, „… alles spricht daher für eine stabile Glaskonstruktion. Und weil wir immer wieder kundenspezifische Lösungen im Fahrzeugfensterbau erfüllen müssen, können wir Kunden natürlich auch zu allen individuellen Anforderungen beraten. Das gilt für die Anpassung an alle denkbaren Bustypen genauso wie für Ausschnitte in der Glasschutzwand für Kommunikation, Fahrscheinkontrolle und Zahlprozess.“

Nach einem Pilotprojekt mit den Wuppertaler Stadtwerken (WSW), schlossen sich weitere Termine bei Nahverkehrsunternehmen an: Die Einbausituation der verschiedenen Stadtbustypen wurden untersucht und Maße genommen. Im Juni letzten Jahres stellte Cleff seine Fahrerschutzsysteme namens „Driver Protection System mehreren Nahverkehrsunternehmen vor. Bei einer Hausmesse wurden mit Schutzwänden ausgestattete Busse präsentiert und die Resonanz der Besucher war groß.

Dank unternehmenseigener Montageteams, die den Einbau der Fahrerschutzsysteme auch vor Ort vornehmen, können die Systeme mit minimalen Ausfallzeiten der Fahrzeuge eingebaut werden – mit einer durchschnittlichen Montagezeit von weniger als einer Stunde pro Bus. So wurden bis jetzt über 4.000 Fahrerschutzsysteme in über 100 unterschiedlichen Bustypen montiert. Fahrerschutz in ÖPNV-Bussen ist aber nicht allein Thema bei der Nachrüstung, sondern gerade auch in der Erstausstattung von neuen Bussen – auch hier können die Wuppertaler helfen.

Aktuell werden in der Region Hannover etwa 550 Busse der Regiobus Hannover GmbH, Dau Bus GmbH, Üstra AG und der Üstra Reisen GmbH und deren Subunternehmer mit dem DPS aus Wuppertal ausgerüstet. 

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