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15.04.2019

E-Mini mit Großserien-Genen

Der österreichische Minibus-Spezialist K-Bus schlägt das Kapitel Elektromobilität mit einem kleinen Stadtbus für 27 Personen auf. Das Fahrzeug basiert auf dem Nissan-Van E-NV 200, der Antriebsstrang wird vollständig übernommen.

Ende 2019 soll der E-Sprinter auf den Markt kommen. Es wird noch eine Weile dauern, bis die Dortmunder Minibus-Fabrik daraus einen Minibus zaubert. Wer nicht warten will oder kann, sollte sich nach dem E-Solar City erkundigen.

Den kann man bereits kaufen, hierzulande wird der Austria-E-Mini von Fibe-Bus vertrieben. Für die Entwicklung zeichnet Stefan Kutsenits verantwortlich, deshalb auch das „K“ im Markennamen.

Der Elektro-Van von Nissan ist eine Steilvorlage für die Tüftler von K-Bus, die sich ja gern veritable Kleinbusse ausdenken und dabei die Plattform von Großserien-Transportern nutzen.

Der E-NV 200 spendet hier seinen Triebkopf plus Batteriepaket und Ladetechnik, der Fronttriebler bekommt von den K-Technikern noch eine tragfähigere Hinterachse spendiert.

Der Aufbau mit Gitterrohrrahmen und großzügiger Verglasung ist selbsttragend und für die hohe Dachlast gerüstet. Der K-Mini wächst mit 4, 2 m Radstand auf 6,6 m Länge und kann dann bis zu 26 Personen (plus Fahrer) an Bord nehmen. Rechts öffnet die doppelflügelige Elektro-Schwingtür, gegenüber ist Platz für Stehplätze, Roll- und Klappstühle. Das Gesamtgewicht beziffert der Hersteller auf 4.500 kg und die Nutzlast auf 1.900.

Es geht auch eine Nummer kleiner, für einen Bürgerbus etwa. Der ist dann 90 cm kürzer, bietet acht Personen inklusive Rollstuhlplatz und kann als 3,5-Tonner mit dem B-Führerschein bewegt werden.

120 Kilometer Reichweite
Es trifft sich natürlich gut, dass Nissan jetzt ab Werk ein auf 40 kWh verstärktes Batteriepaket für seinen E-Transporter anbietet. Geladen wird der Mini wie das Original per Typ1-Stecker mit bis zu 6,6 kW oder mit einem Schnellladeanschluss mit 50 kW.

Dann ist der Mini in 30 Minuten wieder startklar, die Batterie ist zu 80 Prozent geladen. Der kleine K-Bus fährt mit 360 Volt, mit 80 kW (109 PS) und 254 Nm Drehmoment ist der deutlich schwerere K-Bus-Mini schon ziemlich gut motorisiert.

Aus dem Stand beschleunigt er ziemlich flott, Tempo 100 ist für locker machbar. Der K-Mini fühlt sich ziemlich wendig an, dafür zeichnet die recht leichtgängige Lenkung verantwortlich, die aber nicht sonderlich viel Rückmeldung gibt.

Für den städtischen Nahverkehr passt es, weil man ohnehin selten schnell unterwegs sein dürfte. Die Reichweite soll laut Hersteller etwa 120 Kilometer betragen.

Und manchmal auch mehr, denn wie der Produktname schon sagt, füttern die Solarpanele auf dem Dach, als Range Extender sozusagen, die Batterien mit kostenloser Energie. „Mal sind es acht, manchmal auch mehr Kilometer am Tag“, sagt Stefan Kutsenits mit der Bescheidenheit eines Vollbluttechnikers, „aber am Ende des Jahres summiert es sich.“

WT

 

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