05.07.2018

Volvo stellt autonomen Bus vor

Volvo stellt autonomen Bus vor

Der Prototyp der Volvo Bus Corporation basiert auf dem in Serienproduktion hergestellten vollelektrischen Stadtbus von Volvo, der für den autonomen Betrieb entsprechend modifiziert wurde.

Der autonome, 12 Meter lange Omnibus ist für eine sanfte Fahrweise konstruiert, sodass der Fahrbetrieb möglichst energiesparend, umweltfreundlich und wirtschaftlich erfolgen kann. Er soll den Fahrgästen eine sichere und komfortable Fahrt bieten und ist deshalb so programmiert, dass er sowohl beim Anfahren als auch beim Anhalten sanft und weich beschleunigt und abbremst. Um einen bequemen Ein- und Ausstieg für die Passagiere zu gewährleisten, hält der Bus an den Bushaltestellen immer genau an der gleichen Stelle. Bei diesen Stopps wird stets der identische Abstand zwischen dem Bus und der Einstiegplattform der Haltestelle oder des Busbahnsteigs eingehalten.

Der Bus ist mit Sensoren ausgestattet, die das Umfeld des Fahrzeugs permanent überwachen. Die von den Sensoren übertragenen Informationen dienen zur Navigation des Fahrzeugs. In Zukunft werden sie nicht zuletzt einen wesentlichen Beitrag zur Verhinderung von Störfällen und Unfällen leisten. Dazu werden Objekte exakt identifiziert, die sich dem Bus nähern. Die Geschwindigkeit des Busses verringert sich entsprechend. In kritischen Situationen wird bis zum Stillstand des Fahrzeugs abgebremst. Der autonome Bus wird ergänzend auch zu Forschungszwecken hinsichtlich eines effizienten Bus-Platooning eingesetzt werden. Dabei steht die Koppelung mehrerer Busse im Mittelpunkt, die dann im Stadtverkehr in eng getakteten Kolonnen fahren.

Während der nächsten beiden Jahre wird der Prototyp des autonomen Busses in zwei Automotive-Forschungsprojekten eingesetzt und getestet – im Autonomen Stadtbus- Projekt von FFI sowie im Rahmen von Krabat.FFI ist das „Strategic Vehicle Research and Innovation Programme“ (Strategisches Fahrzeugforschungs- und Innovationsprogramm), ein Gemeinschaftsprojekt der Automobilindustrie und des schwedischen Staats. Krabat ist Teil des gemeinschaftlichen Programms der schwedischen Regierung „Transport und Verkehr der nächsten Generation“, das zum Teil durch Vinnova gefördert und über Drive Sweden finanziert wird. Parallel startete die Volvo Bus Corporation vor einigen Monaten in Singapur ein Gemeinschaftsprojekt mit der Nanyang Technological University (NTU). Ziel dieser Kooperation ist die Entwicklung und Erprobung autonom fahrender vollelektrischer Busse in Singapur. Zudem hat die Volvo Group bereits autonome Fahrzeuge für Einsätze in Bergbau-und Müllentsorgungsbetrieben vorgestellt.

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Heft 09/2018 vom
13. September

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