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18.06.2018

BTW-Versammlung und Parlamentarischer Abend

v.l.n.r. Dieter Gauf, RDA-Hauptgeschäftsführer, Michael Rabe, BTW-Generalsekretär, und Benedikt Esser, RDA-Präsident
v.l.n.r. Dieter Gauf, RDA-Hauptgeschäftsführer, Michael Rabe, BTW-Generalsekretär, und Benedikt Esser, RDA-Präsident
v.l.n.r. Dieter Gauf, RDA-Hauptgeschäftsführer, Michael Rabe, BTW-Generalsekretär, und Benedikt Esser, RDA-Präsident

Im Anschluss an die BTW-Mitgliederversammlung fand im Berliner Soho-House ein Parlamentarischer Abend statt, zu dem der BTW gemeinsam mit der Initiative „Die Tourismuswirtschaft – Auf Zukunft gebucht“ eingeladen hatte.

Über 80 Branchenvertreter und Bundestagsabgeordnete waren der Einladung gefolgt. Im Rahmen der Mitgliederversammlung des BTW Bundesverband der Deutschen Tourismuswirtschaft am 12.06. wurde RDA-Präsident Benedikt Esser erstmals in das Präsidium gewählt.
In seiner Rede auf dem Parlamentarischen Abend betonte der RDA-Präsident die Notwendigkeit der Abschaffung der sogenannten Urlaubssteuer: „Wir fordern die Politik auf, das Thema nicht auszusitzen und auf das Urteil des Bundesfinanzhofs zu warten, sondern tätig zu werden. Auf dem Spiel steht das Wohlergehen zahlreicher mittelständischer Unternehmen.“ Komme die Urlaubssteuer, betonte Esser, dann könnten 375 mittelständisch geprägte Unternehmen schnell in die Insolvenz gehen. „4.500 Arbeitsplätze, viele im ländlichen Raum, wären verloren“, so die Prophezeiung des RDA-Präsidenten. Auch die erhofften Steuereinnahmen würden nicht fließen, da grenznahe Firmen ins benachbarte Ausland abwandern wollten. „Es gibt etliche Hinweise für den neuen Drang ins Ausland, der mit der Urlaubssteuer zusammen-hängt“, erläutert Esser. Außerdem nutzte Esser die Gelegenheit, im persönlichen Gespräch mit Abgeordneten das Thema Urlaubssteuer zu vertiefen.

„Arbeitszeitgesetz, Pauschalreiserichtlinie, Datenschutzgrundverordnung – die Vorhaben der Politik, die großen Konzerne zu regulieren und die Verbraucher zu schützen, enden oft in einer unverhältnismäßigen Bürokratiebelastung für kleine und mittelständische Unternehmen der Tourismuswirtschaft,“ so BTW-Präsident Michael Frenzel in seiner Rede zum Parlamentarischen Abend. Er rief die Bundestagsabgeordneten zu Bürokratieentlastungen und „Better Legislation“ auf. „Nicht alles, was für einen Großkonzern sinnvoll und machbar ist, ist es auch für einen kleinen Familienbetrieb“.

Als Vertreter der Bundesregierung nahm der Parlamentarische Staatssekretär und Tourismusbeauftragte Thomas Bareiß die Forderungen der Tourismuswirtschaft entgegen und betonte deren Bedeutung im Hinblick auf Wachstum und Beschäftigung in Deutschland. „Die mittelständisch geprägte Tourismusbranche ist Jobmotor, wichtiger Ausbilder und trägt zum Wohlstand in Deutschland bei. Der Wirtschaftsfaktor Tourismus verdient mehr Aufmerksamkeit und gute Rahmenbedingungen. Dafür will ich mich einsetzen“, so Thomas Bareiß.