BUS-Fahrt BUS-Fahrt Das Portal für die Omnibusbranche
26.10.2020

Demo in Berlin: BDO rät von Teilnahme ab

Demo in Berlin: BDO rät von Teilnahme ab

Der BDO hat in seinem aktuellem Rundschreiben aus Sachgründen Busunternehmen von der Teilnahme an einer Demonstration der Veranstaltungs- und Tourismuswirtschaft am 28. Oktober in Berlin abgeraten. Die Durchsetzungskraft der Interessen der Busbranche gegenüber Politik und Öffentlichkeit drohe durch die Veranstaltung geschwächt zu werden.

Das aktuelle Infektionsgeschehen in Deutschland sei äußerst besorgniserregend. Politik und Medien rufen laut BDO vor diesem Hintergrund wiederholt dazu auf, öffentliche Aktivitäten einzuschränken und den Bewegungsradius möglichst klein zu halten. Die Durchführung einer Großveranstaltung in Berlin steht nach Auffassung des Verbands im Widerspruch zu diesen Prämissen. Es drohten mit einer Demonstration daher Image-Schäden für die Branche.

Das Ansehen des Busgewerbes sei zudem aktuell bereits leider partiell gefährdet, wie die Medienberichterstattung über die Rolle von Busunternehmen in der sogenannten Querdenker-Bewegung beispielhaft zeige. Jede Form von Auftreten, das als nachteilig für den Gesundheitsschutz eingestuft werden könnte, sollte in der jetzigen Lage vermieden werden, um die über Jahrzehnte aufgebaute Reputation der Branche zu schützen. Ein Verzicht auf eine Demonstration sei nicht zuletzt auch wichtig für das Auftreten der Branche gegenüber der Politik. Aktuell liefen die Verhandlungen zu einer Fortsetzung beziehungsweise Ausweitung der Überbrückungshilfen mit dem Bundeswirtschaftsministerium sowie die Gespräche zur Fortführung des Bustouristik-Rettungsprogramms mit dem Bundesverkehrsministerium.

„Für die Durchsetzung unserer Interessen in diesen Fragen stellt eine Demonstration aktuell nicht das richtige Mittel dar. Vielmehr gilt es jetzt als lösungsorientierter Gesprächspartner aufzutreten. Diese Rolle wird der BDO weiter einnehmen und Vorschläge im Sinne der privaten Busunternehmen einbringen. Zahlreiche politische Hintergrundgespräche in den letzten Wochen haben gezeigt, dass wie hierbei auf einem guten Weg sind“, heißt es weiter in dem Rundschreiben. „Wie wir im Sommer mehrfach gezeigt haben, können Demonstrationen ein geeignetes Mittel für den Kampf für die Busbranche sein. Es ist jedoch ein Mittel, dass nur zum richtigen Zeitpunkt seine Wirkung entfalten kann – und auch nur selten zum Einsatz kommen darf, da sonst ein Abnutzungseffekt in der Öffentlichkeit einsetzt. Die Busunternehmen sollten diese Durchsetzungskraft nur als letztes Mittel einsetzen, wenn es dabei gezielt um die spezifischen Interessen der eigenen Branche geht. Bei der Demonstration am 28. Oktober würden sie aber auf der Straße Druck machen auch für Reisebüros, Restaurants, Musik-Veranstalter oder Hotels. Unsere spezifischen Interessen drohen unterzugehen“, so die klare Begründung des BDO.

Anzeige

Blättern Sie in der Sonderausgabe mit ausgewählten Premium-Zielen 2018.

Sie planen einen Gruppenausflug? Dann finden Sie in unseren Themenspecials sicherlich etwas passendes.

bordspielDer Bestseller der Bus-Fahrt: das Unterwegs-Quiz „Reisequiz“. 15 Fragen zu einer Stadt oder Region, kostenlos zum Download. mehr ...

 

Der beliebte Kursus der Bus-Fahrt für Reiseleiter, Busfahrer, Ausbilder und Chefs, die Reiseleiter und Busfahrer einsetzen und ausbilden. mehr ...

 

Besuchen Sie BUS-Fahrt bei Facebook Besuchen Sie BUS-Fahrt bei Twitter

Nach oben

© Bus-Fahrt – Das Portal für die Omnibusbranche 2020