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24.02.2021

Restart: Wann geht es weiter?

Restart: Wann geht es weiter?
Foto: Pixabay
Restart: Wann geht es weiter?

„Bustouristik 2.0: Wie gelingt der Restart der Touristik nach der Corona-Pandemie?“ lautete das Motto der ersten Auflage des heutigen BDO-Politik-Forums. Eine Stunde lang analysierten Experten in einer digitalen Gesprächsrunde den Ernst der Lage. Eine kurze Zusammenfassung.

„Die Zeiten waren schon mal rosiger“, eröffnete BDO-Präsident Karl Hülsmann die Runde und betonte, die Branche werde weiterkämpfen, denn das lohne sich. Besorgt zeigte er sich über den Zustand der sogenannten Mischbetriebe (Linie und Gelegenheitsverkehr): „Hier muss endlich entwas geschehen.“

BDO-Vize-Hauptgeschäftsführerin Anja Ludwig stellte als Moderatorin fest, die Branche habe in der Politik Gehör gefunden. „Wir haben viele Chancen, denn der Reisewille ist ungebrochen, jeder träumt von einem Tapetenwechsel“, sagte sie. Das Problem der Mischbetriebe sei, dass sie oftmals in keinem Geschäftsbereich über die förderfähige Umsatzausfallschwelle von -30 Prozent kommen und so keinen Hilfsanspruch haben, so Ludwig weiter.

Der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister für Wirtschaft und Energie Thomas Bareiß stellte klar: „Wir alle müssen zusammen für die Sache kämpfen“, und bedankte sich beim BDO und seinen Mitgliedsbetrieben für die zahlreichen fachlich-kompetenten Vorschläge. Die Lage der Mischbetriebe müsse gesehen werden, forderte der CDU-Politiker.

Gabriele Hiller-Ohm, tourismuspolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion, plädierte für bundesweit einheitliche Bestimmungen, sodass Busreisen durch die Republik machbar sind. Nach diesem deutlichen Standing gegen Föderalismus in Öffnungsstrategien, gab sie zu: „Wir müssen noch viel lernen und die richtigen Instrumente für die jeweiligen Akteure der Touristik finden, wie wir es schon bei der TUI oder der Lufthansa gemacht haben.“

Grünen-Politiker Markus Tressel (MdB) sprach dem Bus eine zukünftig deutlich stärkere Rolle zu und forderte entsprechende Perspektiven für die Busunternehmer in Form von klarer Mehrwertsteuerregelung und Fördermaßnahmen.

Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) bezeichnete Busse in seinem Grußwort als „starken Partner moderner Mobilität“. Stand heute seien über 1.600 Förderanträge eingegangen und mehr als 20 Millionen Euro an Förderhilfen bewilligt worden, so Scheuer weiter.

Busunternehmer Klaus Schmidt sprach von einem „Horrorjahr 2020“, betonte aber: „Der Markt ist vorhanden, wenn auch verändert.“ Bei der Öffnungsstrategie darf die Busbranche als Teil der touristischen Kette nicht vergessen werden, so Schmidt. Das Motto solle lauten „Impfen, impfen, impfen!“.

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