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10.07.2019

Thüringer Städte feiern 100 Jahre Bauhaus

Thüringer Städte feiern 100 Jahre Bauhaus

Von Thüringen ausgehend eroberte das Bauhaus die Welt – und bis heute nimmt das funktionale Design Einfluss auf sämtliche Bereiche von Architektur und Design. Zum einhundertsten Gründungsjubiläum feiern die Thüringer Städte und überraschen mit facettenreichen Ausstellungen sowie bislang unbekannten Bauhaus-Schätzen.

Über Jahrzehnte hätte man meinen können, das Bauhaus sei männlich. Zur avantgardistischen Bewegung gehörten jedoch auch starke, mutige Frauen – Rebellinnen, deren Einfluss auf die Moderne im Jubiläumsjahr „100 Jahre Bauhaus“ erstmals bewusst Tribut gezollt wird. Die unterschätzten Meisterinnen werden derzeit nicht nur in neuen TV-Produktionen und Büchern thematisiert, auch in den Thüringer Städten begegnet man ihren beeindruckenden Geschichten.

Im Bauhaus-Museum Weimar, in der Kunsthalle Erfurt oder im Kunsthaus Apolda Avantgarde werden sie in ein neues Licht gerückt, die Bauhäuslerinnen. Viele für das Bauhaus prägende Errungenschaften gäbe es ohne sie nicht, wie das Flachdach – entworfen und erfunden von Friedl Dicker. Sie galt als äußerst talentierte Architektin, die auch in anderen Metiers hervorragte. Alma Siedhoff-Buscher brillierte in der Tischlerwerkstatt: Mit ihrem Baukasten-Kinderzimmer und diversem Holzspielzeug erzielte sie große Erfolge – bis heute wird ihr legendäres Spielzeug produziert. Ihr Schiffbauspiel ist im Bauhaus-Museum Weimar ausgestellt. Marianne Brandt designte die berühmte Bauhaus-Teekanne sowie Zuckerschalen und Sahnegießer. Ihre Kreationen sind Kult und erzielen heute stolze Preise.

„Else Hertzer – Die Vielseitige“ ist der Titel einer besonderen Ausstellung in Apolda (30.6. bis 1.9.). Das Kunsthaus Apolda Avantgarde präsentiert erstmals das in Vergessenheit geratene künstlerische Werk der Malerin, Graphikerin und bedeutenden Vertreterin des deutschen Expressionismus.

Die Kunsthalle Erfurt zeigt in der Ausstellung „Bauhaus Frauen – Lehrerinnen und Absolventinnen der Bauhaus Universität Weimar“ (noch zu sehen bis 14.07.) aktuelle Kunstwerke von 35 Lehrerinnen und Absolventinnen der renommierten Weimarer Hochschule. In Erfurt findet sich echter Bauhaus-Stoff und das im wahrsten Sinne des Wortes: Das Margaretha-Reichardt-Haus im Erfurter Ortsteil Bischleben widmet sich dem Lebenswerk der namensgebenden Bauhausabsolventin und Handwebmeisterin. Sie war eine der erfolgreichsten Gestalterinnen aus der Textilwerkstatt des Bauhauses und maßgeblich an der Entwicklung von Gurten aus Eisengarn, einer Stoffbespannung für die Stahlrohrmöbel von Marcel Breuer, beteiligt. Das Margaretha-Reichardt-Haus ist insbesondere aufgrund der originalen Bauhaus-Handwebstühle ein kulturgeschichtliches Denkmal und kann nach Voranmeldung besichtigt werden.

Mehr zu 100 Jahren Bauhaus in den Thüringer Städten hier: www.thueringer-staedte.de

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