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05.08.2015

Reise mit großen Augen

Reise mit großen Augen

Weihnachtsmärkte. Die Zeiten, in denen der Gast passiver Zuschauer ist und nur zum Weihnachtsmarkt XY gekarrt wurde, um schnell einen Glühwein nach dem anderen zu trinken, sollten endgültig vorbei sein. Aber wie geht es anders?


Die vielfältigen und kreativen Angebote der einzelnen Märkte bieten auch für den Reiseleiter Neues und Besonderes, das dem Kunden aufzuzeigen gilt, ohne in eine hierarchische Bewertung abzudriften: Schließlich stellt gerade die touristische Vielfalt der Weihnachtsmärkte eine unschätzbare Chance dar, um Erst-Kunden zu weihnachtlichen Stammkunden zu machen. Ob die besondere historische Kulisse, vielfältige Kulturen oder künstlerische Attraktionen im Mittelpunkt stehen: Es gilt, auch bei Weihnachts- und Wintertraum-Events Themenschwerpunkte in ihrer Individualität zu entdecken und weihnachtliche Stimmung zu inszenieren.
Hierzu gehört es auch, sich über die angefahrenen Märkte und deren Highlights genau zu informieren, um Exklusives hervorzuheben, positive Emotionen nachhaltig zu kommunizieren und einmalige Erfahrungen beim Kunden zu verfestigen. Internetauftritte, Informationsmaterialien der Veranstalter und Fachmagazine wie die Bus-Fahrt ermöglichen eine gezielte Einarbeitung. Dies gilt ebenso für andere Winterdestinationen außerhalb der direkten Weihnachtszeit. Gerade bei einer häufigen Anfahrt zu denselben Weihnachts-Zielen ist eine professionelle Einstellung und ständige Motivation unerlässlich. Reiseleiter sind somit Regisseure des Weihnachts- und Winterdrehbuchs.

Um die Kunden auf eine fröhliche und winterliche Weihnachtstour einzustimmen, sollten in der Kundenansprache und den winterlichen fahrtbegleitenden Kommentaren gezielt weihnachtliche Erwartungen und alle Sinne angesprochen werden. Mit geschickter Kommunikation können eindrucksvoll alle Ebenen des Themas angesprochen werden – auch hier gilt „Übung macht den Meister“. Schon die Vorstellung von duftendem Tannengrün, Bienenwachskerzen, honigsüßem Met, knisternder Holzkohle, gebrannten Mandeln und heißem Glühwein weckt beim Kunden gezielt die Vorfreude und fördert eine positive Grundeinstellung. Hierzu sollten zudem geschickt bekannte Attraktionen der Märkte integriert werden, um das Bild zu erweitern. Das historische Kinderkarussell, die Darstellung von klassischen Handwerksbetrieben, Weihnachtstraditionen aus unterschiedlichen Kulturen, die alte Märchentante mit dem großen goldenen Lesebuch, der Weihnachtsmann mit seinem Begleiter Knecht Ruprecht und das Christkind lassen auch bei großen Kindern die weihnachtliche Vorfreude schon bei der Anfahrt steigen.     

Spekulatius an Bord
Abgerundet werden diese Eindrücke mit entsprechender musikalischer oder filmischer Unterhaltung. Eine weitere Ergänzung stellt die kulinarische Einführung in das Thema dar: Als Einstieg  ein Spekulatius oder eine kleine Weihnachtsschokolade stellen nicht nur eine positive Geste an den Gast dar, sondern kann auch den Umsatz der Bordküche, Folgebuchungen und das Trinkgeld steigern. Bei häufiger Anfahrt desselben Weihnachtsmarktes können auch gezielt Gespräche mit passenden Marktständen geführt werden, um Geschmacksproben dem Kunden auf der Anfahrt zugänglich zu machen. Checkliste:

•     Staus und Verzögerungen einplanen
•    mit ungeräumten und begrenzt befahrbaren Straßen rechnen
•     mit Informationen, Radio und Ortskundigen up to date bleiben, um Anfahrt und Parkplatzsituation zu prüfen
•     gegebenenfalls Kontakt mit Zielhotel oder weiteren Programmpunkten halten
•     das Folgeprogramm dynamisch an neue Situationen anpassen
•     Wo ist der Ausstiegsort/Zustiegsort? Sind die Punkte identisch?
•     Wann ist Treffpunkt/Abfahrt?
•     Vorsicht bei stark frequentiertem Ausstiegsbereich (Unfallgefahr!)
•     Vorsicht beim Ausstieg (Glätte!)
•     Warnung vor eventuellen glatten Wegen
•     Warnung vor Trick- und Taschendieben
•     Warnung vor Stolperfallen wie Kopfsteinpflaster oder zwischen den Ständen verlaufende Kabelstränge
•     bei Rückkehr Fußmatten auslegen.
Dieter Gauf*

*Reiseleiter-Zertifikat Bundesverband der Deutschen Tourismuswirtschaft und Hochschule Bremen


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