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11.03.2019

Wenn der Berg ruft

Foto: Rähtische Bahn
Foto: Rähtische Bahn
Foto: Rähtische Bahn

Bergregionen mit ihren vielfältigen Destinationen gehören zu den abwechslungsreichsten Reisezielen für Bus- und Gruppenreisen. Die Reiseleitung kann durch spezielle Planung und weitsichtige Organisation auch in Höhenluft die Übersicht behalten.

Reisen in Bergregionen sind bei nahezu allen Reisegruppen, unabhängig von Alter und Herkunft, beliebt. Daher muss bereits bei der Ankunft der Reisegäste am Abfahrtsort auf die augenscheinliche körperliche Fitness der Gäste geachtet werden: Gerade Wandertouren, Skifreizeiten und sportliche Aktivitäten im Zielgebiet werden oftmals im Gruppenverband auf unwegsamen Gelände durchgeführt. Die Teilnahme eines (kurzfristig) auf Rollstuhl, Gehhilfe oder Begleitperson angewiesenen Gastes kann die geplante Durchführung der Touren, mit allen finanziellen Konsequenzen, gefährden. Bei Ski- und Radreisen mit (kostspieligem) kundeneigenem Equipment ist auf die zulässigen Gepäckgrößen (Probleme bei späteren Zu- und Umstiegen) ebenso zu achten wie auf Gepäckdiebstahl und Verwechslungen. Bei der Planung der Fahrtzeit und der Anreise ist auf den Gebirgsautobahnen/-straßen mit Staus und witterungsbedingten Verzögerungen (Nebel, Schneefall, Geröllsturz, Unwetter) zu rechnen. Auch sind Mautgebühren/- vignetten nötig und etwaige Straßenzulassungen in Bezug auf Fahrzeuggewicht und -ausmaß tagesaktuell und witterungsbedingt zu beachten. Das Fahren kurviger Strecken kann die Anzahl der Gäste, die an Übelkeit leiden, erhöhen. Dezente und informelle Hinweise auf die Strecke helfen genauso wie ausreichende Pausen. Diese können gerade im Gebirge gezielt als Highlights genutzt werden: einmalige Bergpanoramen für Erinnerungsfotos. Ergänzende Adhoc-Stopps beim Obst- oder Käsehändler erzeugen schon bei Anreise wahres Berg-Feeling. Bei verspäteter Ankunft gilt es, die Gäste emotional aufzubauen und positiv zu stimmen. Der professionelle Hotelier und Gastronom beherrscht die Kunst der lageangepassten Gästebegrüßung – sicher auch gepaart mit einem Obstler.

Ohne Mampf kein Kampf
Egal, ob im Sommer oder Winter: Vor Aktivitäten gilt es, beim Frühstück im Hotel auf eine ausreichende Ernährung und Wasseraufnahme sowie die tagesaktuelle Fitness der Gäste zu achten. Gerade beim Aktivurlaub in der Region kann mit den Partnern vor Ort ein Picknick-Beutel mit regionalen Snacks erstellt oder ein gemeinsamer Einkauf auf dem Markt unproblematisch realisiert werden. Auf wechselhaftes Wetter im Gebirge, auf funktionelle Kleidung, Wechselkleidung, Regen- und Kälteschutz muss der Kunde hingewiesen werden. Infos beim Hotelier und Ortskundigen über Wetter, neue Routenverläufe, etwaige Gefahren oder Änderungen, die besten Pausen- und Rastplätze (Ausblick), Bergbahnen und Lifte sind einzuholen. Wetterunabhängige Tagesaktionen sind als Alternative zu planen, vor Wanderungen etwa Ausweichrouten vorzubereiten. Bei Outdoor-Aktivitäten im Gebirge sollte der Buschauffeur zudem warme Getränke, im Sommer ausreichend Wasser bereithalten. Bei Wanderungen und Ausflügen im Gebirge, auch bei Skiausflügen, muss der Reiseleiter auf die Verkehrssicherheit der empfohlenen Wege und Pisten achten. Auch gilt es, die Höhenmeter bei Wanderungen kritisch zu bewerten. Eine gruppen- und tourengerechte Geschwindigkeit und genügend Pausen sind einzuhalten. Erste-Hilfe-Kenntnisse sowie Verhalten bei kleineren Blessuren wie Blasenbildung, bei Unterkühlung, Überforderung und Dehydrierung sind zu beherrschen. Achtung: Eine ständige und ausreichende Mobilfunk-/Internetverbindung für Notrufe/ Informationen ist im Gebirge nicht immer gegeben. Bei Notfällen ist eine enge Kommunikation und Aufgabenverteilung mit den Gästen nötig. Mit Hotelier und Buschauffeur genaue Rückkehr- und Meldezeiten absprechen. Beim Sonderfall Skireisen ist mitunter zu beachten, dass der Buschauffeur bereits am nächsten Morgen für die Transfers zu den Skipisten benötigt wird. Hierbei gilt es, die Lenk- und Ruhezeiten genau im Auge zu behalten und nötige Pausen in die Planung einzubeziehen. Eine genaue Einweisung in Pisten und Loipen sowie eine aktuelle Einschätzung der Sicherheits- und Wetterlage muss wiederholt an die Gäste gegeben werden. Beim Ankauf oder Ausleihen von Skiequipment kann der Reiseleiter Gruppenrabatte organisieren und durch Absprache mit dem Partner vor Ort Wartezeiten für organisatorische Vorgänge verkürzen.

Gipfel-Erlebnisse mit Komfort
Bergregionen überzeugen durch ihre touristische Vielfalt und ermöglichen kreative und individuelle Kombinationsmöglichkeiten für Bus- und Reisegruppen. Ob traditionsreicher Familiengasthof oder Spa mit Premiumcharakter, Gourmet- Restaurant und diverse Kulturveranstaltungen oder zünftige Brotzeit mit Hütten- Gaudi. Gerade der Bus ermöglicht durch seinen flexiblen Einsatz eine Vielzahl an Kombinationsmöglichkeiten und bequemem Tür- zu Tür-Transport. Aber auch die passgenaue Verbindung zwischen den Verkehrsmitteln bietet sich gerade in den Bergen an: Die individuelle und bequeme Integration von Tourenabschnitten mit Berg- und Seilbahnen, Etappen mit dem (Elektro-)Bike oder ausgiebige Wanderrouten mit einzigartigen Panoramen ermöglichen unvergessliche Gipfel-Erlebnisse bei maximalem Komfort. Diese Vielfalt bietet sich zu allen Jahreszeiten mit jeweils besonderen Reizen und Aktivitäten, gerade für den Reisegast aus Regionen ohne alpine Landschaften, an. Diese emotionale Stimmung, Begeisterung und Vielfalt für neue Erlebnisse in den Bergen gilt es zu nutzen und offen zu kommunizieren. Daher: After-Sales-Chancen nutzen und entsprechende Angebote des Zielgebiets für andere Jahreszeiten oder Themen im Einzel- oder Gruppengespräch, beim passenden Ausflugsziel oder Panoramablick inszenieren. Emotionale Info-Tipps sind bereits der spannende Einstieg in die nächste Urlaubsplanung und Buchung.

„Fahrten in wundervoller Landschaft“
Wir sprachen mit Dieter Dubkowitsch, Marktverantwortlicher Deutschland, Österreich und Schweiz der Rhätischen Bahn, der mit seinen Reise-Teams die Bahn-Tour durch die Graubündener Alpen in der Schweiz für Bus- und Gruppen-Partner zum exklusiven Berg-Erlebnis macht.

Die Aussicht auf eine Bahnfahrt mit der Rhätischen Bahn weckt bei Bus- und Gruppenreiseunternehmern sowie den Reisekunden hohe Erwartungen. Auf was können sich Bus- Partner und Gäste in den Graubündener Alpen freuen?
Dieter Dubkowitsch: Nun, absolut richtig. Eine Bahnreise in der Schweiz generell weckt beim Kunden sehr hohe Erwartungen – und das absolut zu recht. Die Schweiz mit ihrer Lage inmitten der Alpen ist geradezu prädestiniert um eine Kombi-Reise aus Bus- und Bahnfahrt zu unternehmen. Das öffentliche Verkehrssystem der Schweiz ist mit Sicherheit weltweit führend, nehme man nur die Schweizer Pünktlichkeit (der Züge). Und inmitten eines der schönsten Bergkantone, nämlich Graubündens, fährt die Rhätische Bahn mit ihren weltweit bekannten Panoramazügen, dem Bernina Express und dem Glacier Express nun schon 130 Jahre über Berg und Tal. Seit 2008 haben wir auf einer dieser Strecken das Unesco-Welterbelabel verliehen bekommen. Alleine dies macht schon deutlich, was den Gast hier erwartet. Eine herrliche Kombination aus kunstvollen Bauten, gefahren in einer wunderschönen Landschaft. Weltweit bekannt sind natürlich hier das Landwasserviadukt, die 360°-Kehrtunnels im Albulatal und das Kreisviadukt von Brusio, das kurz vor der italienischen Grenze gebaut wurde um den Höhenunterschied zu bewältigen.

Also eine facettenreiche Tour durch faszinierendes Alpenpanorama. Welche individuellen Erlebnisse, Serviceleistungen und Gruppen- Arrangements ermöglichen insbesondere Reisegruppen und Bus-Partnern ein exklusives und unvergessliches Reiseerlebnis auf der Schiene?
Dubkowitsch: Ich denke, dass der Bus- und Gruppenreisende ein sehr wichtiger Gast für den Bernina Express und den Glacier Express ist. Wir begrüßen Gäste von wirklich überall aus der Welt und darauf sind wir schon eine wenig stolz muss ich ehrlich sagen. Daher legen wir auch hohes Augenmerk darauf, dass der Gast und der Buspartner rundherum zufrieden sind. Ich denke unser Preissystem ist ein sehr kundenfreundliches, ebenso wie unsere Stornobedingungen. Aber eigentlich sollten wir nicht über den Preis sprechen, sondern eher über die Qualität, die die Gäste in den Zügen vorfinden. Die großen Panoramafenster, welche einen unverstellten Blick auf Gletscher, Bergmassive, Flüsse und Wiesen bieten, sind ja bekannt, ebenso wie das hervorragende Essen im Glacier Express, welches im Küchenwagen direkt währende der Fahrt gekocht und am Platz serviert wird. An den meisten Bahnhöfen gibt es perfekte Zufahrt für Busausstiege und –zustiege, ebenso wie Fahrgastinformationen zur Strecke und den Highlights über unser zuginternes „Infotrainment“-System. Ich kann jeden Gast nur einladen, um sich vor Ort selbst ein persönliches Bild zu machen und freue mich schon sehr darauf!

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