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01.05.2015

„Wir machen jetzt Pause“

„Wir machen jetzt Pause“

Aufenthalt an Raststätten. Die Pause an Raststätten und Gasthöfen gehört seit jeher zur Busreise. Reiseleiter sollten diesen sensiblen Bereich sorgsam auswählen, vorbereiten und umsetzen – Busunternehmer, Kunden und der eigene Zeitplan werden es ihnen danken.


Die Auswahl der geeigneten Raststätte kann aus touristischer oder organisatorischer Sicht erfolgen. Dem etwas abseits der Autobahn gelegene Gasthof steht die häufig modernere, an eine hohe Besucher- und Busgruppenzahl angepasste und mit vielen Extras ausgestattete Raststätte an der Autobahn gegenüber. Reservierungen sind bei Rabatt-Aktionen, Park- und Sitzplätzen, Auswahl und Angebot von landestypischen, regionalen und saisonalen Speisen sinnvoll, binden jedoch auch an die  Entscheidung.  
 
Als Kernanforderungen an eine Raststätte unterwegs gelten weiter maßgeblich:
•     ein für Busgruppen konzipierter und somit reibungsloser Ablauf
•     eine technische und hygienisch gute Ausstattung
•     preisbewusste und gute Verpflegung
•    reisegruppengerechtes Angebot und Ambiente (Sitzplätze, eigene Servicekraft, Kasse, Abrechnungsmodalitäten, Sitzmöglichkeiten im Freien)
Gerade im Ausland sind Internet, Post- und Geldservice sowie eine Auswahl an Drogerieprodukten und Souvenirs sinnvoll.
Eine vorherige Information über diese Punkte ist mit Blick auf die Verweildauer daher gerade auf selten befahrenen Strecken wichtig. Deshalb bietet sich, gerade bei neuen Routen und Anfahrt mit mehreren Fahrzeugen, eine intensive Vorbereitung mit Internetrecherche und Kontakt zum (Bus-)Ansprechpartner der Raststätte an. Ein Kontrollanruf oder eine Reservierung oder Vorankündigung via Handy kann Probleme und Engpässe lösen.

Die Auswahl der Raststätte
Gegen eintönige Raststätten und Dienstleister hilft oft schon ein kurzer Blick in die Fachliteratur (etwa in den Autobahnführer „Links und Rechts der Autobahn“, Stünings Medien) und eine Internet-Recherche. Auch bietet der Blick ins RDA-Mitgliederverzeichnis viele Raststätten und Gastronomiebetriebe mit busgerechten Angeboten, Infrastruktur und Organisation. Für die Qualitätssicherung und Vorbereitung sind weiter der Erfahrungsaustausch unter Kollegen, interne Reiseberichte und eine Dokumentation sinnvoll und erfolgreich – einige aktive Bus-Partner bei den Raststättenunternehmen setzen hier gezielt an und suchen den praxisnahen Austausch und Schulterschluss mit den fahrenden Experten der Busunternehmen.

Die Verkehrsführung auf dem Raststättengelände kann verwirrend und sogar gefährlich sein, besonders bei Nacht(-schichtbetrieb). Überfüllte Parkplätze, eine unübersichtliche Anfahrt, Ausstiege und Stolperfallen müssen besonders beachtet und kommuniziert werden. Service- und Kapazitätsengpässen gilt es überdies aktiv vorzubeugen. Trotz des Bus-eigenen WC ist das Bedürfnis nach einer externen WC/Sanitäreinrichtung ein wichtiger Faktor für eine Pause an einer busgruppengerechten Raststätte. Viele Raststätten in Deutschland sind daher Partner der Firma Sanifair und bieten (kostenpflichtig) ein hygienisch sauberes, barrierefreies und modernes WC an. Reiseleiter sollten reiseunerfahrene, ältere und Incoming-Gäste auf den Zahlungsablauf hinweisen. Auch die Möglichkeit der Einlösung des Wert-Bons bei Einkauf oder Bestellung sollte kommuniziert werden. Ein Vorrat an Wechsel- und Kleingeld für verschiedenste Dienstleistungen ist generell hilfreich.

Alle wieder da?
Nach dem Wiedereinstieg ist ein namentliches Aufrufen durchzuführen. Bei fehlenden Gästen sollte der Reiseleiter aktiv suchen –jedoch nicht ewig. Unter Beachtung der weiteren Reiseplanung gilt es gegebenenfalls – nach Rücksprache mit der Firmenzentrale –, ohne den Kunden weiter zu fahren. Sachverhalt, Information und Kontaktdaten werden an den Ansprechpartner der Raststätte kommuniziert. Achtung: Bei minderjährigen Reisegästen gilt eine besondere Aufsichtspflicht, wonach unter Einschaltung der Raststätten-Mitarbeiter und Polizei gesucht werden muss.
Ulrich Gauf*

*Reiseleiter-Zertifikat Bundesverband der Deutschen Tourismuswirtschaft und Hochschule Bremen

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