BUS-Fahrt BUS-Fahrt Das Portal für die Omnibusbranche
10.05.2012

Worst-Case-Szenario

Was kann der Reiseleiter im Falle eines Unfalls tun, sofern er noch handlungsfähig ist? Vor allem nach Checkliste handeln.

unfallSichern Sie die Unfallstelle ab. Evakuieren Sie die Gäste. Verständigen Sie den Notruf. Leisten Sie Erste Hilfe. Weisen Sie die eintreffenden Rettungshelfer ein. Nehmen Sie Kontakt zum Leiter der Rettungskräfte auf. Geben Sie keine Interviews. Informieren Sie die Zentrale und bleiben Sie erreichbar. Dokumentieren Sie die Geschehnisse. Checklisten ermöglichen eine Vorbereitung in ruhigen Zeiten und bieten zudem die Möglichkeit zur ständigen und individuellen Ergänzung. Hierzu gehört auch die Einweisung in den Notfallplan der Firma: Wer ist bei einem Notfall zu informieren? Wer ist bei Abwesenheit dessen Stellvertreter?
Vor Fahrtantritt mit einem für Sie neuen Fahrzeug: Machen Sie sich mit dem Notausstieg und dem technischen Notfallplan des Busses vertraut (Warndreieck, Warnweste, Evakuierung, Notbeleuchtung, Feuerlöscher, Nothammer, Erste-Hilfe-Kasten, et cetera).

Beachten Sie einem Notruf die „W“-Fragen. Auch bei der Information der Firmenzentrale sollten Sie sich an den folgenden Fragen orientieren. Legen Sie zudem in Ihrer Arbeitsmappe Checkliste eine Auslands-Notrufnummernliste an: Wo ist der Notfallort? Ort, Straße, Kilometer, Ausfahrt, Fahrtrichtung ... Was ist geschehen? Etwa Busunfall mit Brand; sind Betroffene eingeklemmt? Tritt Kraftstoff aus? Wie viele Betroffene? Welche Verletzungen/welche Symptome?

Als Reiseleiter tragen Sie für die Reisegäste Verantwortung: Besuchen Sie einen Erste-Hilfekurs. Auffrischungen in regelmäßigen Abständen. Nehmen Sie Abbildungen für die wichtigsten lebensrettenden Sofortmaßnahmen zu Hilfe (Stichwörter: stabile Seitenlage, Beatmung, Blutstillung, Schock). Machen Sie sich mit Position, Handhabung und Inhalt des Erste-Hilfe-Kastens vertraut.
Nehmen Sie Wertsachen und Dokumente nur vor einem Zeugen in Gewahrsam. Schätzen Sie die Auswirkungen durch  das Geschehene auf den weiteren Reiseverlauf ein. Nehmen Sie unter Rücksprache mit der Zentrale Kontakt zu den weiteren Reisedestinationen und Partnern auf. Informieren Sie Busse, mit denen Sie im Konvoi gefahren sind. Versuchen Sie bei dem Rettungsteamleiter zu erfahren, in welchen Krankenhäusern Ihre  verletzten Gäste gebracht wurden. Organisieren Sie mit der Zentrale die Versorgung und Weiterbetreuung dieser verletzten Gäste. Organisieren Sie mit Ihrer Zentrale den Weitertransport der unverletzten Gäste.    Ulrich Gauf*


RBI
Hilfe-Hotline
Als Unterstützung haben RDA HanseMerkur und AvD die Sicherheitsinitiative RDA-Reisebus-Intervent (RBI) ins Leben gerufen. Das Expertenteam um RBI-Koordinationsleiter Johannes Hübner beobachtet beim 24-h-Unfallmonitoring die Straßen Europas und leistet bei schweren Busunfällen und Katastrophenereignissen mit Personenschäden den beteiligten Unternehmen, Mitarbeitern, Gästen und der gesamten Busbranche schnellstmögliche, qualifizierte Hilfe und Information. Pressekommunikation, Organisationshilfen und die Unfallauswertung, sowie die daraus resultierenden Schlüsse auf Praxis und Schulung sind Leistungsmerkmale.
Sollten Sie als Reiseleiter und Bus-Pilot Zeuge eines Busunfalles sein: Führen Sie Rettungsmaßnahmen durch. Informieren Sie die 24h-RBI-Hotline   0152-246 123 11 oder geben Sie diese an Betroffene weiter.

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