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02.03.2015

„Zu meiner Linken der Garten Eden“

„Zu meiner Linken der Garten Eden“

Gärten, Parks, Kulturlandschaften. Der Frühling naht, die Natur erwacht aus dem Winterschlaf. Viele Reisegäste, ob Hobbygärtner, Naturfreunde oder Kulturbegeisterte, zieht es nun mit dem Bus in die vielfältigen Gärten, Schlossparks und Kulturlandschaften. Auch bei Natur, Kultur und Geschichte sollte die Reiseleitung einen „grünen Daumen“ an den Tag legen.

Der Themenbereich „Garten und Landschaft“ ist mit vielfältigen Zielen und Erwartungen der Gäste verbunden. So kann die ganze Reise oder Tagestour unter einem Thema stehen, etwa wenn primär der Keukenhof oder ein Park besichtigt werden. Auch Reisen mit der Kombination aus Garten und Stadt, oder wenn Garten/Kulturlandschaft nur eine von vielen Besichtigungspunkten darstellen, sind möglich. Nach Intention und Schwerpunkt der Reise muss sich auch die Vorbereitung des Reiseleiter/Driver Guide auf das Thema und die Gruppe ausrichten. Bei allen gilt: Eine Einarbeitung in diesen grünen Bereich ist lohnenswert, da dieser bei vielen Reisen in die fahrtbegleitenden Kommentare und Vorträge integriert und in den roten Faden mit Anekdoten, historischen und kulturellen Vorträgen eingebracht werden kann. Thematisch geht es vom Klassiker Buga mit wechselnden Kulturlandschaften und Themen über Schlossparks diverser historischer Epochen bis zum Kräutergärten mit religiöser Vorgeschichte. Auch größere Landschaften, wie das Alte Land oder das obere Mittelrheintal, bieten spannende Inhalte für viele Reisen.

Gärten und Kulturlandschaften sind über Jahrtausende vom Menschen der Natur abgetrotzt und entwickelt worden. Vorgefertigte Wissenskarten und angepasste Vorträge rund ums Thema ermöglichen einen breiten und spannenden Zugang. Beispiele hierfür können sein: Ursprungsgeschichte: Garten Eden; Kultur durch ersten Ackerbau; Die Hängenden Gärten der Semiramis; Kornversorgung Roms aus Afrika; Klöster: Medizin und Heilkunst; Gärten als Zierde und Status (italienischer, englischer und französischer Gartenstil); Natur und Industrie: Schrebergärten.

Neben dem allgemeinen Einstieg und Informationen ist die genaue Einarbeitung in das eigentliche Besuchsziel wichtig. Was sind biologische, pflanzliche und kulturelle Highlights des Ziels? Was ist die historische Entwicklung und die Geschichte hinter den reinen Zahlen? Welche Anekdoten und Querverweise gibt es hierzu?

Ein bisschen riechen auf der Anreise ...
Schon die Anreise sollte daher thematisch genutzt werden, um den nächsten Kunden einen wichtigen Mehrwert zu bieten; ausgedruckte Tipps und Tricks sowie Broschüren aushändigen, mögliche Highlights des Ziels inszenieren, Dokumentationen einspielen. Auch die Möglichkeit, Kunden mit gleichen Interessen ins Gespräch zu bringen und „Hausrezepte“ und Erfahrungen auszutauschen, können moderiert und inszeniert werden. Auch Fragerunden im Bus mit vorbereiteten oder gekauften Wissenskarten können hilfreich, lustig und wissensfördernd gestaltet werden. Zu einer modernen Methodik- und Didaktik gehört es, die fünf Sinne anzuregen – auch im Bus. Geht dies besser als mit Blumen, Pflanzen, Früchten, Kräutern … ?

Auch sollte der Reiseleiter/Driver Guide sich über mögliche Einkaufsmöglichkeiten vorab informieren und hierfür genügend Zeit einplanen. Souvenirs können Pflanzen und Literatur für zu Hause sein. Achtung Einkaufszeitpunkt: Bei längeren Reisen müssen „blumige“ Souvenirs gut gelagert werden, notfalls vom Kauf abgeraten werden. Achtung bei Fernreisen: Um die heimische Natur und Kulturpflanzen zu schützen, ist bei Rückreisen aus Nicht-EU-Staaten die Einfuhr von bestimmten Kulturpflanzen und Erden verboten. Details: zoll.de.

Mitunter sind grüne Ziele stark frequentiert. Sichere Organisation heißt, den Gästen vor Beginn des eigenständigen Entdeckens einen klaren Überblick über das Gelände zu geben. Auch wenn nicht alle Ziele über ein botanisches Labyrinth verfügen, können die zum Teil sehr weitläufigen Park- und Gartenanlagen mit unterschiedlichen Ein- und Ausgängen die Orientierung erschweren. Daher gilt es klar erkennbare Treffpunkte und Uhrzeiten zu vereinbaren. Bei Outdoor-Aktivitäten auf Regenschirme und wetterfeste Kleidung hinweisen und regensichere Alternativen des Kurzbesuchs entwickeln. Tipp: Beim Wiedereinstieg können rutschfeste Matten und Fußabtreter für Kunden und Bus-Team sinnvoll sein. Ulrich Gauf*

*Reiseleiter-Zertifikat Bundesverband der Deutschen Tourismuswirtschaft und Hochschule Bremen

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