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10.02.2020

2019: Hochbetrieb auf Deutschlands Autobahnen

2019: Hochbetrieb auf Deutschlands Autobahnen

Wer im vergangenen Jahr auf Deutschlands Autobahnen unterwegs war, musste laut Staubilanz des ADAC im Vergleich zum Vorjahr noch mehr Geduld aufbringen. Zwar nahm 2019 sowohl die Zahl der gemeldeten Staus (rund 708.500) als auch deren Gesamtlänge (rund 1.423.000 Kilometer) gegenüber 2018 um fünf Prozent beziehungsweise sieben Prozent ab, dafür mussten die Autofahrer aber deutlich länger im Stillstand ausharren.

Die Gesamtdauer der gemeldeten Staus stieg um knapp 14 Prozent auf 521.000 Stunden. Das ergab die Auswertung der ADAC-Staudatenbank.

Wegen uneinheitlicher Einzelergebnisse hat der ADAC erstmals eine neue Kenngröße in seine Staubilanz einfließen lassen: die Staubelastung. Sie beschreibt die räumlich-zeitliche Ausdehnung eines Staus und ergibt sich aus dem Produkt von Staulänge und Staudauer. Die Staubelastung aller gemeldeten Stauereignisse summierte sich 2019 bundesweit auf etwa 1,6 Millionen Kilometer mal Stunde und beträgt damit etwa zehn Prozent mehr als im Vorjahr.

Dass die Zwangsaufenthalte der Autofahrer im Stau noch länger als im Vorjahr dauerten, dürfte auch an der um gut ein Prozent gestiegenen KFZ-Fahrleistung - errechnet von der Bundesanstalt für Straßenwesen (Bast) - sowie an der gegenüber dem Vorjahr um 20 Prozent gestiegenen Zahl der Baustellen liegen.

Im Negativ-Ranking der Bundesländer steht unverändert Nordrhein-Westfalen an der Spitze, 36 Prozent aller Staus entfallen auf Deutschlands bevölkerungsreichstes Bundesland. Auf den Plätzen 2 und 3 wie in den Vorjahren: Bayern mit 18 Prozent und Baden-Württemberg (mit elf Prozent). Somit kamen rund zwei Drittel aller Staumeldungen aus diesen drei Ländern.

Betrachtet man die Staulängen, führt Nordrhein-Westfalen mit rund 453.000 Kilometern (rund 32 Prozent) vor Bayern mit 267.000 (19 Prozent) und Baden-Württemberg mit rund 191.000 Kilometern (13 Prozent). Werden die Staulängen ins Verhältnis zur Länge des jeweiligen Autobahnnetzes gesetzt, führen erwartungsgemäß die Stadtstaaten Berlin und Hamburg das Ranking an. Bei den Flächenländern stehen Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen an der Spitze. Bayern, Bremen, Hessen und Niedersachsen liegen im Mittelfeld.

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