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29.09.2020

Bus-Report: Großteil ohne Mängel

Foto: Kzenon – adobe.stock.com
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Mit einem Anteil von 75,4 Prozent ist die große Mehrheit der Busse „ohne Mängel“ auf Deutschlands Straßen unterwegs. Das zeigen die neuesten Ergebnisse des TÜV Bus-Reports, den der Verband der TÜV (VdTÜV) veröffentlicht hat.

Fast jedem sechsten Omnibus (15,2 Prozent) konnte in den vergangenen zwei Jahren wegen „erheblicher Mängel“ bei der Hauptuntersuchung (HU) keine Plakette zugeteilt werden. Laut TÜV-Bus-Report 2020 haben weitere 9,4 Prozent der untersuchten Busse „geringe Mängel“, die nicht zu einer Wiedervorführung beim TÜV führen.

„Trotz der beim TÜV monierten Mängel gehören Busse zu den sichersten Verkehrsmitteln in Deutschland“, sagte Richard Goebelt, Bereichsleiter Fahrzeug & Mobilität beim TÜV-Verband (VdTÜV), bei der Vorstellung des Bus-Reports. „Die allermeisten Omnibusse sind technisch sehr gut in Schuss.“ Im Vergleich zum Bus-Report 2018 ist technische Sicherheit der in Deutschland zugelassenen Fahrzeuge nochmals gestiegen. Der Anteil der Busse mit geringen Mängeln sank um 2,8 Prozentpunkte und ist zum ersten Mal unter die 10-Prozent-Marke gesunken. Die Quote mängelfreier Fahrzeuge erhöhte sich um 2,9 Punkte. Der Anteil der Busse, die wegen erheblicher Mängel bei der HU durchgefallen sind, blieb weitgehend gleich (minus 0,1 Punkt). „Der Bus ist auch in Corona-Zeiten ein sicheres Verkehrsmittel“, betonte Goebelt. Eine gute Klimatisierung, Trennwände für die Busfahrer, die Bereitstellung von Desinfektionsmitteln und regelmäßige Reinigungen in Kombination mit der Maskenpflicht reduzierten das Infektionsrisiko in den Fahrzeugen.

Für den Bus-Report 2020 sind rund 50.000 Hauptuntersuchungen ausgewertet worden, die von den Prüfer:innen der TÜV-Organisationen durchgeführt wurden. Anders als bei PKW müssen die so genannten Kraftomnibusse mit acht oder mehr Sitzplätzen einmal pro Jahr zur HU. Zum Halbjahr kommt eine Sicherheitsprüfung hinzu, die nach drei Jahren sogar alle drei Monate stattfindet, sofern nicht die HU ansteht. Das Durchschnittschalter der in Deutschland aktuell zugelassenen Omnibusse liegt bei 8,5 Jahren. Die am häufigsten beanstandeten Schwachpunkte sind die Beleuchtung hinten bei 4,6 Prozent der untersuchten Busse sowie Ölverlust am Motor oder am Antrieb mit 4,9 Prozent. Austretendes Öl belastet die Umwelt und ist gefährlich, weil es sich leicht entzünden und zu Motorbränden führen kann.

Mit dem Alter der Fahrzeuge steigen die Mängelquoten kräftig an. So liegt die HU-Durchfallquote (erhebliche Mängel) bei den neun Jahre alten Bussen bei 16,2 Prozent, bei den 15-Jährigen bei 22,8 Prozent und bei den 20-Jährigen bei 30 Prozent. Neben Beleuchtungsmängeln und Ölverlust treten bei älteren Bussen verstärkt Probleme an der Bremsanlage auf. „Für Betreiber von Fuhrparks ist die Anschaffung eines Bremsenprüfstandes sinnvoll, um routinemäßig oder bei Auffälligkeiten jederzeit die Funktionsfähigkeit der Bremsen testen zu können“, sagte Goebelt. Korrosion wird bei Omnibussen ab dem zehnten Betriebsjahr zu einem Thema bei der Hauptuntersuchung. Immerhin vier Prozent der 14-jährigen Fahrzeuge fallen deswegen durch. Positiv für die Umwelt: Nur 1,1 Prozent aller Busse haben die Abgasuntersuchung nicht bestanden.

BDO-Hauptgeschäftsführerin Christiane Leonard sagte zu den vorliegenden Ergebnissen: „Der technische Zustand der Busse in Deutschland ist exzellent. Der aktuelle Bus-Report zeigt, dass die Unternehmen sich weiter sehr stark für die Sicherheit engagieren und diese Bemühungen auch sichtbar Früchte tragen. Wir entwickeln uns als Branche auf allen Ebenen weiter in die richtige Richtung – und das auf einem schon seit Jahren sehr, sehr hohen Niveau. Die Zahl der Busse ohne Mängel hat sich weiter deutlich erhöht. Merklich zurückgegangen ist hingegen die Zahl der Fahrzeuge mit leichten Mängeln. Die Branche wird diese hervorragenden Ergebnisse auch in Zukunft als Ansporn nutzen, weiter für Verbesserungen zu sorgen. Die Sicherheit unserer Fahrgäste sowie der Beschäftigten hat höchste Priorität für uns.“

 

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