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09.09.2020

Digitaler Rufbus in Münster unterwegs

Digitaler Rufbus in Münster unterwegs

Am 1. September 2020 hat in Münsters Nahverkehr ein neues Kapitel begonnen: Stadt und Stadtwerke Münster sind mit „Loop“ gestartet. Unter dem Namen Loop Münster verkehren ab sofort zehn Kleinbusse in den Stadtteilen Hiltrup, Amelsbüren, Berg Fidel und Mecklenbeck-Süd, anliegenden Wohn- sowie den Gewerbegebieten Loddenheide und Hansa Business-Park.

Dabei fahren sie ohne feste Linienwege und Fahrpläne von und zur nächsten Straßenecke.

Die emissionsarmen Hybridfahrzeuge werden hauptsächlich elektrisch und damit leise und ohne Abgase unterwegs sein. Sie haben sechs Sitzplätze und sind über eine ausfahrbare Rampe auch für mobilitätseingeschränkte Personen mit Rollstuhl, Kinderwagen oder Rollator nutzbar.

Und so funktioniert Loop Münster: Wer mit Loop Münster fahren will, bestellt einen der weißen Kleinbusse per App oder Telefon. Dabei muss keine Rücksicht auf bestehende Bushaltestellen oder Fahrpläne genommen werden. Die App oder der Mensch am Telefon teilt mit, wo die nächste Einstiegsmöglichkeit ist – in der Regel nicht weit von der Haustür entfernt an der nächsten Straßenecke – und wann der Loop kommt. Für die Fahrt gelten die normalen ÖPNV-Tickets, also alle Abos, Semestertickets und Zeittickets. Auch per App können Fahrkarten erworben werden, im Fahrzeug selbst können keine Papiertickets gekauft oder entwertet werden.

Unterwegs sammeln die Fahrzeuge immer wieder weitere Fahrgäste ein oder setzen sie an ihrem Ziel ab, wenn die Fahrtrichtung stimmt. So werden verschiedene Fahrtwünsche gebündelt. Die beste Route dafür errechnet eine Software automatisch im Hintergrund, so dass nur kurze Umwege für jeden Fahrgast anfallen. „Das ist gleichzeitig sehr flexibel und bequem für die Münsteranerinnen und Münsteraner, reduziert dabei aber auch Autofahrten und unterstützt so unsere Klimaziele. (...)“, so Oberbürgermeister Markus Lewe.

Das Verkehrsministerium NRW fördert das Projekt im Rahmen des Landeswettbewerbes „Mobil.NRW – Modellvorhaben innovativer ÖPNV im ländlichen Raum“ mit der maximal möglichen Summe von fünf Millionen Euro. Außerdem trägt die Stadt Münster einen Eigenanteil von über drei Millionen Euro.

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